Gangelt-Birgden - Hohen Anforderungen in jedem Tempo gerecht

Hohen Anforderungen in jedem Tempo gerecht

Von: agsb
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Als Solistin hatte Thomas Krautwig von der Musikschule Düsseldorf Cornelia Schaub (l.) gewonnen. Begeisterung, Faszination und Präzision prägten die Vorstellung von Orchester und Einzelauftritten.

Gangelt-Birgden. Zu bescheiden ist man beim Musikverein Birgden (MVB) in der Erwartung des Publikumsinteresses gewesen. Man wurde entsprechend und angenehm überrascht. Viele große Veranstaltungen beginnen meistens mit Verspätungen, wenn der Ansturm gewaltig ist.

So auch jetzt in der Mehrzweckhalle Birgden. Viele Stühle mussten noch irgendwie herangeschafft werden, um dem Andrang gerecht zu werden. Die Halle war dann mehr als proppenvoll. Es gab sogar Stehplätze - „wann hat es das in Birgden je gegeben?”, fragten die Veranstalter.

Die Freude über das volle Haus stimulierte den MVB selbst im musikalischen Tatendrang. Die Musiker/innen gaben eine erstklassige Visitenkarte ab. „Wir werden Ihnen Frühlingsgefühle einhauchen”, versicherte Vorsitzender Harald Pelters im Grußwort an die Gäste. Die Vorfreude auf das abwechslungsreiche Programm mit der Reise von irischen Volksliedern zu südländischen Rhythmen sowie Soul, Latin und Popmusik, einer musikalischen Zirkusaufführung des Jugendorchesters und schwungvoller Showtanz war allen im Gesicht geschrieben.

Und gleich beim Eröffnungsstück „Highland Cathedral” wurde deutlich: Der MVB unter seinen Dirigenten Thomas Krautwig war gut drauf und auf die Sekunde hin topfit. Es folgte, so Beobachter, vielleicht das beste Konzert des Musikvereins Birgden in der schon ausdrucksstarken Historie des Vereins.

Es sollte der Abend des Thomas Krautwig werden, denn der Dirigent selbst schien die Leistungserwartung an das Ensemble noch höher gelegt zu haben. Fast in einer „James-Last-Art” brachte er seine Musiker/innen auf Höchstform.

Dirigenten-Handschrift

Die Handschrift von Thomas Krautwig ist unverkennbar, da steckt Musik in den Fingern. Das Programm begann gleich mit stürmischen Ovationen, denn „Virtuoso” für das Klarinetten Solo und Band stellte hohe Anforderungen mit hohes Spieltempo, schwierige Akkorde, große Sprünge und volles Ausnutzen des Tonumfanges. Der Nachwuchs saß in erster Reihe und bekam wie viele in der Halle den Mund vor Staunen nicht mehr zu.

Als Solistin hatte Thomas Krautwig Cornelia Schaub von der Musikschule Düsseldorf mitgebracht. Niemand konnte nach den ersten Tönen erahnen, mit welcher Begeisterung, Faszination und Präzision die Solisten und auch das Orchester noch aufwarten sollten.

Hoher Ausbildungsstand

Die hohe Kunst setzte der Orchester eindrucksvoll in „Second Suite und Second Suite für Band” fort. Die musikalische Reise führte über England, Kuba nach Mexiko. Wie fasziniert vor allem das Publikum war, zeigte sich nach den letzten Tönen, die die Gäste nicht als das Konzertende gewahrten. Aus dem zunächst zögernden Applaus wuchsen schließlich minutenlange Ovationen für Cornelia Schaub und Orchester.

Im zweiten Konzertteil stand zunächst der Bläsernachwuchs unter Leitung von Leo Sturmans auf der Bühne. Die Bläsergruppe ist ein Gemeinschaftskonzept der Musikvereine Birgden, Stahe-Niederbusch und Schierwaldenrath sowie der Schule der Begegnung Birgden. Gab es in den Vorjahren hier und da schon mal ein kleines falsches Tönchen aufgrund des Lampenfiebers, konnten sich die Zuhörer nun selbst ein Bild vom hohen Ausbildungsstand machen. Die Schüler spielten groß auf, passten sich gleich dem hohen Niveau des Konzertes an. Zusammen mit dem Jugendorchester spielte die Bläsergruppe weiter auf, zum Abschluss des zweiten Teiles verwandelte das Jugendorchester mit dem Stück „A Day At Circus” die Mehrzweckhalle in eine große Manage.

Wie gut Schau und Blasmusik harmonieren, wurde im dritten Konzertteil deutlich. Die Showtanzgruppe „Inferno” lieferte selbst so manches Inferno ab, jedoch es wurde ein neues Kapitel in Birgden geschrieben. Die hübschen Showgirls tanzten nicht nach einer Discoscheibe, sondern nach den Klängen des großen Orchesters des MVB. Die Halle tobte regelrecht, und Birgden erlebte eine einzigartige Premiere. Einhellige Meinung: Alle, die aktiv oder passiv dabei waren, werden noch lange von diesem Konzert 2010 des MVB reden.
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