Hohe Auszeichnung für die Pfarrcaritas St. Dionysius

Von: Franz Windelen
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Der Caritasrat tagte im Geistlichen Zentrum von Heinsberg: Das Gremium traf sich zur Wahl des Vorstandes.

Übach-Palenberg. Sie sind die stillen Helfer, doch am Donnerstag standen die Ehrenamtler der Caritas-Gruppe St. Dionysius Frelenberg im Mittelpunkt des Interesses. Für ihr unermüdliches Engagement zugunsten der Menschen vor Ort wurde die rührige Gruppe durch Generalvikar Manfred von Holtum und Renate Müller, die Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, ausgezeichnet.

Die Frelenberger Caritas unter Vorsitz von Annemie Klug darf sich nun mit der Urkunde „Lebendiger Schatz im Bistum Aachen” schmücken. Der kleinen Feierstunde im Pfarrsaal der St.-Dionysius-Kirche in Frelenberg wohnten neben den beiden Laudatoren Pfarrer Winfried Müller, Pater Boja, Gottfried Küppers vom Regionalcaritasverband und Margot Rutte vom Diözesancaritasverband bei.

Eine Bereicherung

Generalvikar von Holtum, der die Glückwünsche von Bischof Mussinghoff übermittelte, freute sich, einen weiteren Schatz im Bistum Aachen „heben” zu können. „Die Kirche lebt von persönlichen Kontakten. Der Caritas-Gruppe muss dafür, dass sie Menschen in Not, in Einsamkeit oder in persönlicher Bedrängnis hilft, größte Wertschätzung entgegenbringen”, sagte von Holtum.

Neben den professionellen Diensten, die die Kirche anbiete, sei die ehrenamtliche Tätigkeit der Caritas eine Bereicherung, ein Mehrwert, dem man viel stärkere Beachtung schenken müsse, als dies zuweilen geschehe. Die Auszeichnung sei wichtig, um das beispielhafte Engagement gerade in schwierigen Zeiten in den öffentlichen Fokus zu rücken.

Energie und Motivation

Die Gruppe, die die Aktivitäten der gemeindlichen Caritas in Frelenberg trägt, zählt 34 Personen - 24 Frauen und zehn Männer. Mitglieder der Caritas besuchen regelmäßig Alte und Kranke in Altenheimen, in Krankenhäusern und zu Hause, 2009 zählte die Caritas weit über 600 Besuche. Hauskranke, die die Krankenkommunion empfangen, werden monatlich besucht.

Zu besonderen Veranstaltungen und Theaterbesuchen wird ein Fahrdienst für Senioren eingerichtet. Für alte Mitmenschen werden Ausflüge, Bildungsfahrten und eine Weihnachtsfeier organisiert.

Neue Energie und Motivation für ihr umfangreiches Wirken schöpfen die Aktiven aus einem intensiven Gemeinschaftsleben. So werden sechsmal im Jahr Treffen mit Kaffee und Kuchen und Unterhaltung veranstaltet; beliebt sind auch die monatlichen Wander-, Rad- und Walking-Touren.

Renate Müller vom Diözesanrat konstatierte denn auch, dass die Frelenberger mit ihrem ehrenamtlichen Tun Gemeinschaft herstellen und damit auch einen wertvollen Beitrag zur christlichen Gemeinde leisten. „Ehrenamtler sind”, so konstatierte sie, „keine Lückenbüßer, sie sind auch keine Opfer”. „Ehrenamt ist etwas, was man gerne tut. Ehrenamt soll freiwillig sein, es soll geprägt sein von Selbstbestimmtheit, und es soll ohne Bezahlung erfolgen”, skizzierte Renate Müller die wesentlichen Kriterien. Für die Frelenberger Caritas-Gruppe, mit 160 Mitgliedern die stärkste in Übach-Palenberg, kann man das Gesagte auch so zusamenfassen: Es ist gelebte Nächstenliebe.
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