Geilenkirchen - Höhere Einsatzzahl trifft auf weniger Feuerwehrkräfte

Höhere Einsatzzahl trifft auf weniger Feuerwehrkräfte

Von: g.s.
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Gasaustritt an einer Tankstelle unweit der viel befahrenen Heinsberger Straße in Geilenkirchen. Dann ist „große Lage” angesagt. Die Löscheinheiten mussten bei diesem Einsatz im vorigen Jahr vorsorglich eine Menge Personal (Bild) zusammenziehen. Die Zahl der aktiven Helfer jedoch nimmt ab. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Einsätze für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen mit ihren 13 Löscheinheiten im Jahr 2010 von 179 auf 263 um mehr als 45 Prozent drastisch gestiegen. Parallel dazu ging aber die Zahl der zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte von 290 auf 281 zurück.

Das weist die Statistik 2010 aus, die jetzt von der Feuerwehr veröffentlicht wurde. Obwohl sich die Mannschaftsstärke der aktiven Abteilung innerhalb von vier Jahren von 316 (2007) auf 281 verringerte, ist dieser Umstand derzeit noch nicht als dramatisch anzusehen. Bei weiterem Personalschwund in den kommenden Jahren wären aber Auswirkungen auf den Brandschutz in der Stadt Geilenkirchen nicht auszuschließen.

Schon seit einigen Jahren müssen die ehrenamtlich tätigen Kräfte bei Bränden oder anderen Gefahrenlagen quer durch die Löscheinheiten alarmiert werden, damit genügend Atemschutzträger zur Verfügung stehen. Denn um bei Einsätzen unter Atemschutz vorgehen zu können, sind im Vorfeld zwingend entsprechende Lehrgänge zu absolvieren.

Die Anzahl der Brände verringerte sich in 2010 auf 44, ein Jahr zuvor waren es noch 49. Neben dem Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens im April 2010 verzeichnete die Wehr im Berichtsjahr einen Mittel- und 39 Kleinbrände sowie drei Hilfen in Nachbarkommunen.

Die meisten Einsätze aber liefen auf technische Hilfeleistungen hinaus. 192 (in 2009 waren 109) gab es in dieser Kategorie, darunter auch die zahlreichen Alarmierungen wegen der Unwetterlagen mit dem Sturmtief Xynthia am 28. Februar und dem Hochwasser am 13. November. Dazu zählen auch Einsätze bei Verkehrsunfällen, Gasalarme sowie die Beseitigung von Ölspuren. Fehlalarme oder gar böswillige Rufe gab es 24 mal. Bei all ihren Einsätzen erlitten acht Feuerwehrkameraden leichte Verletzungen.

Darüber hinaus gab es zahlreiche Übungen und Schulungen. 78 Feuerwehrkameraden (93 ein Jahr zuvor) bildeten sich bei diversen Lehrgängen oder Seminaren weiter. Für Fahrzeug- und Gerätepflege, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten, Besprechungen und Versammlungen, Begleitung von Martinszügen, Teilnahme am Volkstrauertag und einiges mehr wurde ebenfalls viel Zeit aufgewendet.

Die personelle Stärke der städtischen Feuerwehr belief sich zum Jahresende 2010 auf 448 (452) Kräften, darunter neun Frauen, davon 281 in der aktiven Wehr. Drei Kameraden wurden in die aktive Abteilung aufgenommen, sieben junge Kräfte aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Dem standen 15 Austritte gegenüber, vier Kameraden gingen mit 60 Lebensjahren in die Ehrenabteilung, die nun 115 Personen stark ist. In der Jugendfeuerwehr bereiten sich 52 (48) Nachwuchskräfte auf die Zukunft vor. Beförderungen gab es für 20 Feuerwehrleute, nachdem sie die erforderlichen Lehrgänge und Kurse bestanden hatten. Eine große Anzahl von Feuerwehrkameraden nahm zudem diverse Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit entgegen.

Wichtige Anschaffungen

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen verfügt an 13 Standorten derzeit über 26 Lösch- und Sonderfahrzeuge. Angeschafft wurden neben individueller Ausstattung ein Rettungssatz (hydraulisch arbeitendes Einsatzgerät) für die Löscheinheit Gillrath-Hatterath, dazu Atemschutztechnik, Funkgeräte, sowie tragbare Drucklöschbehälter.

Für das laufende Jahr sind die Beschaffung eines Löschfahrzeuges 20/16 für die Löscheinheit Gillrath-Hatterath als Ersatz für das LF8 und ein Ersatzfahrzeug für den Gerätewagen Gefahrgut vorgesehen, ebenfalls in Gillrath stationiert. Ein neues Löschfahrzeug 20/16 für die Einheit Geilenkirchen, das zwei alte Fahrzeuge ersetzen sollte, ist aufgrund fehlender Haushaltsmittel noch nicht auf den Weg gebracht.
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