Hochschulpreis per Internet nach Florida

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Großes Finale: Dr. Peter Schi
Großes Finale: Dr. Peter Schimitzek (r.) mit den Endfinalisten des David-Kopfs. Das Sieger-Trio im Vordergrund: Stefan Lehman, Gewinner Stefan Andris auf dem Monitor per Live-Schaltung aus Florida (vertreten durch Thomas Walter, Repräsentant der Universität St. Gallen) und Lisa Scharping (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Zum sechsten Mal ist der Hochschulpreis „David-Kopf” bei der CSB-System AG in Geilenkirchen verliehen worden. In diesem Jahr geht die begehrte Auszeichnung für die beste Abschlussarbeit an einen Absolventen der Hochschule St. Gallen.

Der junge Schweizer lebt zurzeit im amerikanischen Staat Florida und übernahm den mit 10.000 Euro dotierten Preis via Live-Schaltung über das Internet.

Stefan Andris setzte sich mit seiner Arbeit zum Thema „Paid-Crowdsourcing-Plattformen als zweiseitige Märkte” knapp gegen seine Konkurrenten durch. Stefan Andris ist damit bereits der sechste Gewinner des Hochschulpreises, der zu einem der prestigeträchtigsten Preise seiner Art im deutschsprachigen Raum avanciert ist.

„Auch in diesem Jahr ist uns als Jury die Entscheidung nicht leicht gefallen, da alle Kandidaten punktemäßig gleichauf waren”, sagte der Vorstandsvorsitzende der CSB-System AG, Dr. Peter Schimitzek, bei der Preisverleihung. „Wir haben angeregt und kontrovers diskutiert. So sind wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass die Arbeit von Herrn Andris aus dem Blickwinkel der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zukunftsfähigkeit den Preis verdient”, begründete Peter Schimitzek die Entscheidung der Jury.

Der Hochschulpreis-Gewinner hatte in seiner Abschlussarbeit an der Universität St. Gallen ein Thema analysiert, das zunehmend an Bedeutung gewinnt: Paid Croudsourcing. Dabei handelt es sich um ein wachsendes Arbeitsmodell, bei der eine Gruppe von Internetnutzern gegen Bezahlung einzelne kleine Teilaufgaben und -projekte für Firmen ausführt, ohne bei ihnen fest angestellt zu sein. Durch die Verteilung auf viele Schultern kann so die Fertigstellung eines Gesamtprojekts beschleunigt werden.

Zweimal zweiter Platz

Den zweiten Platz teilen sich zwei Absolventen: Stefan Lehmann von der Hochschule Niederrhein aus Mönchengladbach mit seiner Arbeit zur „Erfassung ethischer Kompetenz anhand eines situativen Interviews” sowie Lisa Scharping von der Universität Mannheim, die sich mit „Working Capital Management und Unternehmenswert” befasst hatte. Beide freuen sich jeweils über einen Geldpreis in Höhe von 500 Euro.

In den vergangenen sechs Jahren hat sich der „David-Kopf” zu einem der bedeutendsten Hochschulpreise im deutschsprachigen Raum entwickelt. In diesem Jahr war die Beteiligung besonders hoch. 89 Diplom- und Masterarbeiten aus über 40 Hochschulen in Deutschland und der Schweiz wurden im Wettbewerb eingereicht. Besonderes Kennzeichen des David-Kopfs ist das anspruchsvolle Auswahlverfahren, das die Siegerarbeit durchlaufen muss.

Es führt von einer ersten Bewertung durch Wissenschaft, Politik und Unternehmen zu einem Hochschulgremium, das sich aus zahlreichen Professoren zusammensetzt. Das letzte Wort hat anschließend ein Praxisgremium, das die Arbeiten auf ihre Relevanz für die Wirtschaft prüft und die Gewinnerarbeit ermittelt.

Unterstützung erhält der Wettbewerb um die beste Abschlussarbeit von einem großen Sponsoren-Kreis. Dazu zählen neben der CSB-System AG und der Kreissparkasse Heinsberg als Hauptsponsoren unter anderem IBM, Hammer und die Jacobs-Gruppe. Medienpartner sind die Fachzeitschriften IT-Mittelstand und Retail Technology.
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