Historisches Klassenzimmer beteiligt sich am Internationalen Museumstag

Von: g.s.
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Martha Plum, Ingrid Müller, Annemarie Veckes, Marianne Höppener und Karin Kappes (v.l.) zeigen den Besuchern die ausgestellten Schreibgeräte anlässlich dieser außergewöhnlichen Ausstellung im Historischen Klassenzimmer. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das Historische Klassenzimmer hatte sich mit einer Sonderausstellung am 37. Internationalen Museumstag beteiligt. Dieser Tag macht auf die Vielfalt der Musealen Einrichtungen aufmerksam und hebt die damit verbundene gesellschaftliche Bedeutung der Museumsarbeit für das gesellschaftliche und kulturelle Leben hervor. So auch in Immendorf.

Das Motto des Museumstages lautete „Sammeln verbindet“, und so zeigten der Vorsitzende des Historie bewahrenden Vereins, Rudolf Müller, und Team – Marianne Höppener, Karin Kappes, Ingrid Müller, Martha Plum, Josefine Rütten und Annemarie Veckes – in der Sonderausstellung viele Exponate, die Menschen miteinander verbinden.

Bei den drei Bereichen handelte es sich um Poesiealben, Lesebücher und Schreibgeräten aus verschiedenen Epochen. „Schreiben, lesen, mitteilen sind die Lern- und Lebensmodule, die Schülerinnen und Schüler in zentralen Bildungsbereichen verbinden“, erläuterte Rudolf Müller. Viele ehemalige Schüler in zurückliegenden Schulgenerationen erinnerten sich an die verschiedenen Textsorten im Lesebuch. In Lesebüchern der Schulen fänden sich in großer Zahl Kapitel zum Auswendiglernen, Sachtexte, Kulturgut, Stücke zur Eröffnung von Lebens- und Weltverständnis. Dies alles hätte im Unterricht Generationen geprägt.

Der Blick auf die ausgestellten Schreibutensilien führte die Betrachter bis in die Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg zurück. „Wir wollten die Entwicklung von vor mehr als 100 Jahren bis heute darstellen“, sagte Rudolf Müller. Vom Gänsekiel, dem Schiefergriffel, Federgriff mit Stahlfeder bis zum Kugelschreiber zog die Präsentation neugierige Blicke an.

Zu den Schreibgeräten gehörte auch eine uralte Schreibmaschine vom Typ „Mercedes“, wobei die Gäste bei dem klangvollen Namen zunächst an Autos dachten. Einen Fernschreiber gar hatten die jüngeren Besucher noch nie gesehen, hier in Immendorf konnte er jetzt bestaunt werden. Texte erläuterten den Sinn des Schreibens und die Wichtigkeit der Kommunikation. „Buchstaben und Wörter, die man nur spricht, können nicht weit fliegen, nur bis zur nächsten Ecke. Wer schreiben kann, der kann Wörter und Gedanken überall hin fliegen lassen, rund um die Welt“, zitierte Rudolf Müller eine Weisheit.

In den zum Bestand des Museums gehörenden Schüler-Poesiealben waren in den liebevoll gestalteten Eintragungen aus unterschiedlichen Zeiträumen die Beziehungen in Freundschaft und Klassenkameradschaft gut ablesbar. Auch die ständige Ausstellung des Historischen Klassenzimmers mit dem geschichtsträchtigen Klassenraum, den alten Bänken und Schulutensilien, mit den Schul- und Ortschroniken sowie zahlreichen Bilddokumentationen konnten am Museumstag besichtigt werden.

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