Herzliche Worte zum Abschied von Alfons Nickels

Von: Udo Stüßer
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Etwa 150 geladene Gäste verab
Etwa 150 geladene Gäste verabschiedeten sich von dem langjährigen Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH.. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Die Geilenkirchener spinnen doch, einen Grünen zum Heimleiter zu machen!” Mit diesen Worten beschrieb Pfarrer Winfried Müller, Vorsitzender des Caritasverbandes der Region Heinsberg, die Stimmung in Geilenkirchen und Umgebung, als 1996 Alfons Nickels, damals schon seit einigen Jahren Pflegedienstleiter im Franziskusheim, zum Heimleiter gewählt wurde.

Am Donnerstagabend nahmen 150 geladene Gäste in einer Feierstunde Abschied von ihrem langjährigen Chef, Kollegen, Weggefährten oder gar Freund. Alle Redner würdigten die großen Leistungen des scheidenden Geschäftsführers der Franziskusheim gGmbH, der sich nun im Ruhestand befindet. Gleichzeitig wurde Hanno Frenken, bislang Heimleiter in Alsdorf-Hoengen, als Nachfolger in sein Amt eingeführt. „Er hat für die Kirche in Geilenkirchen das Feld der Caritas für ältere und hilfsbedürftige Menschen im Raum Geilenkirchen in höchster Fachkompetenz bestellt”, sagte Müller. Nickels habe für Professionalität und große Herzenswärme der Mitarbeiter gesorgt. „So haben Sie für die alternde Gesellschaft die Caritas glaubwürdig gemacht.”

Eingangs der Feierstunde im Festsaal des Franziskusheimes hatte Pfarrer Peter Frisch als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Franziskusheim gGmbH die Gästeschar begrüßt. „Sie haben der gGmbH mit Ihrer Persönlichkeit zu einem großen Ansehen über die Stadtgrenzen hinaus verholfen”, lobte er. Und: „Wo Kirche draufsteht, sollte auch Kirche drin sein. Sie waren sich immer der besonderen Verantwortung eines kirchlichen Arbeitgebers bewusst.” Nickels habe seine Mitarbeiter stets mit positiver Energie motiviert. „Ihre Leistungen verdienen unser aller Respekt.” Abschließend versprach Frisch. „Sie können zuversichtlich in die Zukunft schauen. Auch Sie haben im Alter ein Zuhause im Franziskusheim.”

Vom Aufsichtsrat hatte Dr. Gregor Freiherr von Fürstenberg ein Geschenk für den Jakobspilger Alfons Nickels mitgebracht: den Weg nach Santiago di Compostella kann Nickels nun mit neuen Wanderschuhen beschreiten. Mit drei guten Wünschen übergab Nickels schließlich symbolisch einen überdimensionalen Schlüssel an seinen Nachfolger Hanno Frenken:

Neben Gottes Segen und Humor wünschte er, „dass Ihnen der Aufsichtsrat die Luft zum Atmen lässt, wie er sie mir gelassen hat”.

Bei Nickels handele es sich um einen Menschen, mit dem man sich wohlfühle und in dem man Werte verwirklicht sehe, die allen sehr wichtig seien, betonte Bürgermeister Thomas Fiedler und nannte besonders Engagement für den Nächsten, Verlässlichkeit, Fairness, Kreativität und Unerschrockenheit.

Auch Fiedler erinnerte an die Zeiten im Geilenkirchener Stadtrat, „als ein vollbärtiger Grüner im Grobgestrickten die Konservativen dieser Stadt Mores lehrte”. „Sie haben, lieber Alfons Nickels, bei aller Lust zum gegen den Strich bürsten die bemerkenswerte Fähigkeit stets gehabt und immer weiter entwickelt, das soziale Engagement mit ökonomischer Klugheit und weitsichtigem Management zu verbinden. Aus dieser glücklichen Verbindung von Herz und Vernunft entstand unter Ihrer Leitung ein Unternehmen, das zahlreiche Auszeichnungen erhielt.” Nickels habe bewiesen, dass man das Menschliche mit dem Wirtschaftlichen verbinden könne, ohne dass das eine zu Lasten des anderen gemindert werde. „Die Franziskusheim gGmbH ist und bleibt für Geilenkirchen und die Region ein Leuchtturm für Qualität und Kompetenz.” Abschließend wandte er sich an Nickels: „Bleiben Sie zusammen mit Ihrer Gattin der Stadt verbunden. Die Stadt bleibt es Ihnen mit großer Dankbarkeit.”

Für die Heimbeiräte des Franziskusheimes und Burg Trips dankte Pfarrer Wilhelm Lenzen „für die Atmosphäre in unseren Einrichtungen, für die Achtung und Anerkennung der Frauen und Männer, die unter der Last ihres Alters so anders geworden sind”.

Mit einer kleinen Geste

„Ich finde keine geeigneten Worte für unser Dankeschön. Ich kann es nur mit einer kleinen, hilflosen Geste versuchen, wie viele unserer Mitbewohner, mit einem dankbaren Augenaufschlag, einem strahlenden Lächeln, mit einem leichen Händedruck und viel Verlegenheit.” Die Lacher hatte Joachim Bock, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung der Franziskusheim gGmbH, auf seiner Seite, der sehr humorvoll auf den scheidenden Chef einging. „Sie haben hier im Altenheim täglich wesentlich mehr Zeit verbracht als zu Hause mit Ihrer Familie, es hätte sich mancher Mitarbeiter andersherum gewünscht.” Und: „Sie waren für uns Mitarbeiter wie ein Vater: streng und fordernd.” Und zur körperlichen Erscheinung von Nickels meinte Bock. „Unsere Großküche wird sich auch freuen, die Köche müssen jetzt wesentlich weniger Essen produzieren. Vieleicht können wir sogar einen Koch einsparen.” Nach so vielen herzlichen und anerkennenden Worten meinte Hanno Frenken schließlich: „Ich wusste, dass ich in große Fußstapfen trete, dass sie aber so groß sind, habe ich nicht gewusst.” Derweil gab der scheidende Geschäftsführer zu: „Ich bin so ziemlich erschlagen von den Lobeshymnen, die ich heute gehört habe.” Musik, Zwiegespräch undFestvortrag

Für die musikalischeUntermalung des Festaktes sorgten unter großem Beifall Stefanie Kersken an der Klarinette und Bernd Godemann am Klavier.

„Wir Kinderdes Zweiten Vatikanischen Konzils” war der Titel des Festvortrages von Cornelia Bührle, Ständige Beauftragte der Erzbischöfe von berlin und Hamburg am Sitz der landesregierung Mecklenburg-Vorpommern.

Beifall gab es für ein heiteres Zwiegespräch der beiden Mitarbeiter Claudia Sonnenschein und Hans-Peter Baulig-Jansen zur Person Nickels.
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