Heinz Pütz: Er kämpft für die Rechte von Behinderten

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Heinz Pütz möchte die Rahmenbedingungen für die Beschäftigung Schwerbehinderter im öffentlichen Dienst verbessern. Foto: Danielle Schippers

Geilenkirchen. Heinz Pütz ist zum sechsten Mal in Folge zur Hauptvertrauensperson für schwerbehinderte Menschen im Geschäftsbereich des Finanzministers Nordrhein-Westfalen gewählt worden.

Weitere vier Jahre setzt er sich für Rechte und Chancengleichheit der Schwerbehinderten im Geschäftsbereich des Finanzministers ein. Auf der Wahlveranstaltung Anfang März in Dortmund wurde er mit der erforderlichen Mehrheit wiedergewählt.

Im Vorfeld stellte Pütz auf der Hauptversammlung NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans und seinen Kollegen und seinen Geschäftsbericht der letzten Amtsperiode vor.

Lebensjüngster und Dienstältester

Mit 57 Jahren ist der leidenschaftliche Kämpfer somit „gleichzeitig der Lebensjüngste und der Dienstälteste unter den Kollegen der Schwerbehindertenvertretung in den Finanzbehörden” betont Heinz Pütz spaßhaft. Seit fast 37 Jahren arbeitet er im Finanzamt Geilenkirchen, lebt aber erst seit 2000 in Hünshoven. Gebürtig stammt Pütz aus Brachelen. 1979 heiratete er seine Frau Rita.

Seit seiner Geburt ist er schwer sehbehindert, später erblindete er völlig. Trotzdem oder gerade deshalb setzt er sich seit Jahrzenten für Schwerbehinderte im öffentlichen Dienst ein. „Für mich sind berufliche und soziale Integration nicht zu trennen. Wenn ein behinderter Mensch kein Geld verdient, kann er sich auch am Wochenende kein Bier trinken gehen”, fast er seine Ansicht zusammen.

Vieles hat Pütz durch sein Engagement in verschiedenen Positionen schon erreicht, aber das reicht ihm noch lange nicht. „Ich möchte weitere Arbeitsplätze für Schwerbehinderte in diesem Geschäftsbereich schaffen. Die Politik muss dafür sensibilisiert werden, dass auch Behinderte unter bestimmten Rahmenbedingungen Leistung bringen können.”

Große Ziele setzt sich Heinz Pütz, weil sein Lebensweg zeigt, welche Türen Ehrgeiz öffnen kann. Angefangen hat er 1974 als Hilfsarbeiter in der Telefonzentrale im Geilenkirchener Finanzamt. Die Stelle war ihm durch das Berufsförderungswerk Düren vermittelt worden. Seitdem hat er stetig seine Fähigkeiten bewiesen und sich weiter nach oben gekämpft. „Ich bin sehr ehrgeizig. Geduld habe ich gar keine. Was ich mir in den Kopf setzte, muss am besten gestern schon passiert sein. Das hat zwar Vorteile, aber dadurch verliert man auch manchmal seine Diplomatie.”

Leidenschaftlicher Einsatz

Seine konsequente Arbeit zeigt Erfolg. Unter Berufung auf die UN-Konvention von 2009 zur Gleichbehandlung behinderter Menschen setzt er sich auch weiterhin leidenschaftlich ein. Heinz Pütz berät verschiedene Arbeitskreise im Umgang mit Behindertenpolitik.

Im Geschäftsbereich des Finanzministers in Nordrhein-Westfalen zeigen sich beispielhafte Ergebnisse. Statt der vorgeschriebenen fünf Prozent sind knapp zehn Prozent der Beschäftigten in den Finanzbehörden behindert. Das bedeutet im Vergleich zu anderen Resorts der Landesverwaltung Platz 2. Herr Pütz dazu: „Das reicht mir nicht. Ich habe dem Minister schon gesagt, ich will auf die Pole Position. Ich habe noch einige Ideen durchzusetzen.”
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