Heimatabend im Zeichen traditioneller Werte der Bruderschaft

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Einer der Höhepunkte beim Heimatabend: Verdiente Mitglieder der St.-Quirinus-Bruderschaft Millen wurden durch den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgezeichnet. Foto: agsb

Selfkant-Millen. Bei vielen Heimatabenden ist der Lärmpegel im Festzelt ganz ordentlich. In Millen war das anders: Im Programm waren einige Festreden, dicht an dicht zwar, doch trotzdem kurz gehalten. Schirmherr Dr. Osman Djajadisastra sah im Ort nicht nur die Historie Millens als etwas Besonderes an, sondern auch die Vereine als Orte einer großen Gemeinschaft.

„Heute stellt man sich die Frage, ob Schützenbruderschaften noch zeitgemäß sind“, sagte Djajadisastra. „Die Antwort ist ein klares ‚Ja‘. Die Bruderschaften stehen für Aufrechterhaltung der Werte mit Glaube, Sitte und Heimat.“

Gerade in Zeiten der Unsicherheit bedeute eine Schützenbruderschaft „Halt und eine Eintracht“. Man hörte im Festzelt fast die sprichwörtliche Stecknadel fallen, bis der Beifall nach der Rede des Schirmherrn aufbrauste.

Dieser wartete einer Hommage an Millen auf. Und der Schirmherr erinnerte an den kürzlich verstorbenen Peter Born – er war ein Eckpfeiler der St.-Quirinus-Bruderschaft.

Ortsvorsteher Norbert Jakobs blickte auf eine stolze Bruderschaft, die Tradition und Brauchtum weiterlebt und vermittelt. Schützenpräses Jose Kallupilankal hatte zunächst Schwierigkeiten mit der Aussprache von Dr. Djajadisastras Namen und hatte die Lacher deshalb auf seiner Seite. „Ich habe viele Stunden geübt, hat nicht geklappt“, so der Pfarrer.

Bürgermeister Herbert Corsten blickte zur alten Herrlichkeit Millens und gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der ältesten Bruderschaft im Dekanat, die um das Jahr 1300 gegründet wurde. Und der erste Bürger lobte, die Schützenwerte würden im gesamten Selfkant hervorragend gelebt. Norbert Küppers als stellvertretender Dekanatsbundesmeister blickte zum Schützenfest 1895 und zur ökonomischen Historie.

Dort wurden nach Überlieferungen 1863 Liter Bier zum Preis pro Glas von 16 Pfennig verkauft. Die Zeltmiete betrug 18 Mark, das Schützenfest brachte für die St.-Quirinus-Bruderschaft einen Gewinn von 106,30 Mark.

Das Festprogramm wurde ferner mitgestaltet durch die Folkloregruppe der Frauen mit dem Klumpentanz, den Akkordeonverein Nieuwstadt, den Instrumentalverein Tüddern, das Trommler- und Pfeiferkorps Havert sowie durch Gedichtsbeiträge von Hilde Zaunbrecher und Kirstin Gerads. Höhepunkt war der abschließende große Zapfenstreich, zelebriert vom Spielmannszug, vom Instrumentalverein, von der Feuerwehr und den Schützen.

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