Heideflächen gehen bei Gangelt zurück

Von: hama
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Förster Wolfgang von der Heid
Förster Wolfgang von der Heiden hat ein Auge darauf, dass Bärlapp und englischer Stechginster geschont werden. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Am Rande des Waldes in Mindergangelt nahe der ehemaligen Transitstraße gibt es noch zwei Heideflächen, die nicht nur eine Augenweide für Wanderer sind, sondern auch zwei Rote-Liste-Arten eine Heimat geben. Rund 20 Jahre ist es her, dass die Flächen gepflegt wurden.

„Geplaggt”, nennt das der Fachmann, wie der für Gangelt zuständige Förster Wolfgang von der Heiden, der die Arbeiten beaufsichtigt hat.

„Die Humusschicht ist in diesen Jahren so dick geworden, dass die Heide nicht mehr keimen kann”, erklärt er. Mit und mit sind die Bereiche großflächig vergrast, und von der wunderbar blühenden Heide war kaum noch etwas zu sehen. Die Humusschicht wurde jetzt von einer Fachfirma beseitigt, bis wieder der nackte Oberboden frei lag.

„Drei bis vier Jahre wird es dauern, bis die Heide sich wieder voll entwickelt hat”, erläutert der Fachmann. Seit wann es diese Heideflächen in Mindergangelt gibt, kann auch Franz Oschmann vom Naturschutzbund nicht sagen. Er ist sich aber sicher, dass die Heide hier einmal vorherrschend gewesen ist. Auch die beiden Hänge an der ehemaligen Transitstraße sind dafür Zeugnisse.

Der Rückgang der Heideflächen begann aus Sicht von Franz Oschmann mit dem Aufkommen von selbst gesäten, aber auch gezielt angepflanzten Kiefern und Birken. „Mittlerweile findet man hier sogar amerikanische Eiche”, so Oschmann. Je weiter man in diesem Bereich den Wald wegnehmen würde, je mehr würde sich die Heide wieder flächendeckend bilden: „Da bin ich mir zu einhundert Prozent sicher!”

Die Bereiche, auf denen die beiden seltenen Pflanzen, Bärlapp und der englische Stechginster, wachsen, wurden natürlich von den Arbeiten ausgenommen. Die Maßnahme schlägt mit rund 10.000 Euro zu Buche. Von der Bezirksregierung gefördert, kommt auf die Gemeinde Gangelt ein Eigenanteil von rund 20 Prozent zu.
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