Haushalt 2009 einstimmig im Rat verabschiedet

Von: gep
Letzte Aktualisierung:
gangelt wohnmobil bild
Der Wohnmobilplatz könnte mehr einbringen: Die Opposition im Gangelter Gemeinderat verlangt höhere Gebühren. Dann brächte der Zuschussbetrieb Geld in die kommunale Kasse. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Einstimmig verabschiedet hat der Rat der Gemeinde Gangelt den Haushalt 2009. Die Opposition bescheinigte dem Zahlenwerk des stets konservativ kalkulierenden Kämmeres Gerd Dahlmanns zwar unter dem Strich Solidität, doch Kritik äußerten SPD, FDP und UB (Unabhängige Bürger) vor allem an der Höhe des Kreisumlage und an der Gebührenpolitik des neuen Wohnmobilstellplatzes am Freibad Gangelt.

Das Ziel von Bürgermeister Bernhard Tholen (CDU) eines kostenneutralen Betriebs des Infocenters mit dem Wohnmobilplatz sei nicht erreicht worden, monierte SPD-Sprecher Rainer Mansel. Würden - nach den üblichen Lockvogelpreisen - jetzt national und international übliche Gebühren verlangt, könnte eine schwarze Null geschrieben werden. Da der Platz auch von „gut betuchten Besuchern angenommen wird, sollte man die üblichen Preise nehmen”, so der Sozialdemokrat.

Auch FDP-Fraktionschef Dieter Görtz kritisierte die roten Zahlen. Zwar sei das für das erste Betriebsjahr prognostizierte Defizit von rund 100000 Euro nicht eingetrete, weil der Platz nahezu ausgelastet sei, doch plädiere seine Partei dafür, das Infocenter künftig privatwirtschaftlich zu betreiben.

UB-Vormann Heinz Huben unterstrich, dass die zum 1. April wirksamen Gebührenerhöhungen „in keinster Weise das Defizit ausgleichen” könnten. Nach seinen Informationen verlangten die 30 deutschen Top-Wohnmobilplätze im Schnitt 15 Euro zuzüglich Strom, Wasser, Kurtaxe und Müll. Die Gangelter Gebühren, die die Nebenkosten bereits enthalten, steigen im kommenden Monat von vier auf fünf Euro an Werktagen und von acht auf neun Euro am Wochenende. Damit, so rechnete Huben vor, „subventioniert jeder volljährige Gangelter Bürger diesen Platz mit 50 Euro im Jahr”.

Kritik übte die Opposition auch an der Höhe der Kreisumlage. UB-Huben verwies darauf, dass „die Gemeinde Gangelt fast die die gesamten Steuereinnahmen an den Kreis abführt”. Die Einnahmen aus Steuern und Abgaben taxiert Kämmerer Dahlmanns auf 6,4 Millionen Euro, an den Kreis müssen fast 6,3 Millionen überwiesen werden. Damit, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler, hat die Umlage „den historischen Höchstsatz erreicht”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert