Haus Maria Hilf: Angebote für eine Struktur des Tages

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Benjamin Erfurth, Leiter Ökonomie, Hausoberin Sr. Patricia Stümper, Geschäftsführer Stefan Erfurth, Bernhard Errens, Fachbereichsleiter Tagesstruktur für Menschen mit psychischer Behinderung, Marlene Ritterbex, Mitarbeiterin Seniorenbetreuung, und Ludwig Ott, Fachbereichsleiter Tagesstruktur für Menschen mit geistiger Behinderung, zusammen mit zwei mitarbeitenden Klienten und einer mitarbeitenden Bewohnerin sowie zwei Besucherinnen der Seniorenbetreuung.

Gangelt. Das 21. Gangelter Seminar des Fördervereins Maria Hilf Gangelt soll einen Beitrag dazu leisten, Struktur in den Tag zu bringen. Rund 30 Teilnehmer waren der Einladung des Fördervereins gefolgt.

Nach einem Wortgottesdienst in der Hauskapelle der Gangelter Einrichtungen Maria Hilf begrüßte Geschäftsführer Stefan Erfurth die Anwesenden und führte in das Thema des Seminars „Tagesstrukturkonzepte in den Gangelter Einrichtungen“ ein.

Anschließend gab er das Wort an Ludwig Ott, der für die Tagesstrukturangebote für Menschen mit geistiger Behinderung in den Gangelter Einrichtungen verantwortlich ist.

Der Fachbereichsleiter führte aus, dass es in Gangelt bereits vor vielen Jahrzehnten verschiedene tagesstrukturierende Angebote gab, so zum Beispiel die Garten- und Werkgruppe oder auch die sogenannten „Beschäftigungsgruppen“.

Ebenfalls seit jeher arbeiten die Menschen mit Behinderung im Bereich der Landwirtschaft mit. Dies ist bis zum heutigen Tag beibehalten worden. Insgesamt sind heute 164 Menschen mit Behinderung im Gesamtbereich der Tagesstruktur in den Gangelter Einrichtungen tätig.

130 Teilnehmer kommen aus dem stationären Bereich und 34 aus dem ambulanten. Sie erhalten Struktur für ihren Tag in der Gartengruppe, der Tagesförderstätte, der heilpädagogischen Basisförderung, der Seniorenbetreuung, der Bäckerei, der Wäscherei, der Schälküche, der Küche, den Wohngruppen, im Café Lebensart in Hückelhoven sowie im Bereich der Landwirtschaft/Ökonomie. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit zur Teilnahme an der Reittherapie sowie den Freizeitaktivitäten.

Bernhard Errens, ebenfalls verantwortlich für den Bereich Tagesstruktur, allerdings schwerpunktmäßig für Menschen mit psychischer Behinderung, ging auf die Bedeutung tagesstrukturierender Maßnahmen ein. „Die Tagesstruktur bietet psychisch kranken Menschen eine feste Anlaufstelle, einen Ort, an dem sie verloren gegangene Fähigkeiten wieder erlangen können“, so der Fachbereichsleiter.

Durch die Möglichkeit, sowohl motorische Fertigkeiten als auch kognitive Fähigkeiten zu trainieren, werden die Klienten auf den (Wieder-)Einstieg in das Arbeitsleben vorbereitet. Hierbei unterstützen nicht nur Ergo- und Kunsttherapeuten, sondern beispielsweise auch Maler, Tischler, Elektriker, Garten-/Landschaftsbauer, Floristen und Metallbauer.

„Gerade der Umgang mit anderen Menschen ist enorm wichtig für viele Klienten, da viele von ihnen gewohnt sind, sich zurückzuziehen und einzuigeln. Dabei tut gerade der Austausch mit anderen häufig sehr gut.“

Wer mehr über die Arbeit des Fördervereins erfahren oder sich persönlich engagieren möchte, kann für zwölf Euro im Jahr Mitglied werden.

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