Harte Zeit für die Geschäftsleute: Viele Flächen noch nicht vermietet

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Geilenkirchen. Für die Bürger, vor allem für die Gewerbetreibenden, bringen die langwierigen Baumaßnahmen erhebliche Einschränkungen mit sich.

Besonders für die anliegenden Geschäftsleute bedeutete dies eine harte Zeit, in der immer wieder auch über Bauabschnitt zwei diskutiert wurde.

Aber die Verantwortlichen waren sich letztendlich einig: Die Konrad-Adenauer-Straße sollte ein neues Gesicht bekommen und zur Flaniermeile ausgebaut werden. Deshalb wurde im vergangenen Frühjahr der westliche Teil von der Kreuzung Markt bis zur Einmündung der Heinsberger Straße in Angriff genommen.

Beachtliche Investitionen

Zum Jahresende freuten sich die Bürger nicht nur über die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes: Acht Jahre lang war das Areal des ehemaligen Extra-Marktes ein Schandfleck in der Innenstadt.

Am 1. Dezember 2011 öffnete auf dem etwa 10.000 Quadratmeter großen Gelände an der Herzog-Wilhelm-Straße das Einkaufszentrum „Gelo Carré”, das die niederländische Investorengruppe TB Investments inklusive Abriss der alten Gebäude nach einer Bauzeit von 15 Monaten präsentierte.

Von den 5500 Quadratmetern Verkaufsfläche des Einkaufszentrums nimmt alleine der Ankermieter Kaufland 3500 Quadratmeter ein. Weitere wichtige Mieter sind DM, Deichmann, Takko, Apollo Optik, Ernstings Family, zwei Friseursalons, eine Bäckerei, ein Kiosk und ein Imbiss.

Derzeit verfügt das Einkaufszentrum lediglich über einen Zugang von Herzog-Wilhelm-Straße. Die Geilenkirchener Familie Davids schafft als Investor einen zweiten Zugang von der Konrad-Adenauer-Straße, damit auch der bestehende Einzelhandel von den Kunden des „Gelo Carrés” profitieren kann. So wird ein Rundgang durch das Einkaufszentrum und die Innenstadt ermöglicht.

Eigentlich sollte diese Passage mit Einzelhandelsflächen von rund 1900 Quadratmetern bereits im Frühjahr eröffnen. Doch derzeit sind noch zu viele Flächen nicht vermietet. Überhaupt sind die Leerstände in der Stadt im Wettbewerb mit den Nachbarkommunen ein drängendes Problem. Wie können neue Investoren, neue Einzelhändler und neue Käufer gewonnen werden?

Gerade vor diesem Hintergrund, aber auch vor der Tatsache, dass im städtischen Haushalt ein Loch von 6,4 Millionen Euro klafft, muss die Frage beantwortet werden, ob die drei weiteren Bauabschnitte realisiert werden sollen oder sie sogar realisiert werden müssen.

Ist der Ausbau des Platzes vor dem St.-Ursula-Gymnasium gut für Geilenkirchen? Ist der vierte Bauabschnitt, der Ausbau der Herzog-Wilhelm-Straße von der Kreuzung Markt bis hinter der Einmündung Haihover Straße, gut für die Stadt? Sollte lieber gespart werden?

Und denkt man noch ein paar Jahre weiter: Soll sich Geilenkirchen eine Bahnunterführung leisten? Oder muss sich Geilenkirchen sogar eine Bahnunterführung leisten, damit mehr Käufer in die Stadt finden. Was ist gut für Geilenkirchen?


Fragezeichen vor dem Bauabschnitt 6

Die voraussichtlichen Kosten für den vierten Bauabschnitt betragen 680.500 Euro, an Fördermitteln sind 408 300 Euro eingeplant. Der Abschnitt ist für 2013/14 geplant.

Rund 570.000 Euro wird der fünfte Bauabschnitt kosten, der in den Jahren 2014 und 2015 geplant ist. Hier sollen insgesamt 341.000 Euro an Fördermitteln fließen.

Mit einem Fragezeichen ist Bauabschnitt 6 versehen. Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes wurde noch nicht endgültig bei der Bezirksregierung beantragt. Die Stadt Geilenkirchen kalkuliert mit 557.000 Euro Kosten, die mit 346.000 Euro bezuschusst würden.

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