Harmonischer Empfang: Einführung von Pfarrer Christian Justen

Von: Christina Kolodzey
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Am Festgottesdienst zur Einführung von Christian Justen (vorne links) in der Erlöserkirche wirkten auch Angelika Krakau (vorne rechts), Jens Sannig und Anne Lungová (dahinter v.l.), Tanja Bodewig, Dietmar Ernst, und Mathias Schoenen (letzte Reihe) sowie Presbyterinnen und Presbytern der Gemeinde mit. Foto: Christina Kolodzey

Übach-Palenberg. „Nomen est Omen“ – dass schon der Name auf etwas hindeutet, scheint bei den beiden jüngsten „Neuzugängen“ der evangelischen Kirchengemeinde in Übach-Palenberg tatsächlich zuzutreffen: 2012 wurde Pfarrerin Angelika Christiane Krakau, deren Vornamen „die engelhafte Christusanhängerin“ bedeuten, in ihr Amt eingeführt, und nun Pfarrer Christian Justen, dessen Vorname ebenfalls den „Christusanhänger“ charakterisiert.

Seit 1. September dieses Jahres bekleidet er offiziell die zweite Pfarrstelle der Gemeinde und wurde am 2. Advent feierlich in seinen Dienst eingeführt.

1970 in Traben-Trabach an der Mosel geboren, verbrachte er seine Kindheit in Irmenach im Hunsrück. Das Studium der Theologie führte ihn sodann nach Wuppertal und Bonn, sein Vikariat, die praktische Ausbildungszeit für Pfarrer, ins Ruhrgebiet nach Mühlheim an der Ruhr und für kurze Zeit nach Namibia. Anschließend ging es für die Probezeit als Pfarrer zur Anstellung (Pfr. z. A.) wieder zurück in die Eifel-Mosel-Hunsrück-Region. Seither war er fast acht Jahre lang in Birkenfeld und Nohen, nahe Idar-Oberstein, als Pfarrer tätig.

Christian Justen ist ausgebildeter Organist und geprüfter Chorleiter und war vor seinem Vikariat in verschiedenen Kirchengemeinden als Organist tätig. Sein Wirkungskreis in Übach-Palenberg erstreckt sich auf die Ortsteile Boscheln, Frelenberg, Holthausen, Marienberg, Scherpenseel, Siepenbusch, Stegh, Windhausen und Zweibrüggen.

Mit seiner Frau Heike führt der Geistliche derzeit eine Fernbeziehung, da sie noch im Eifelstädtchen Mayen arbeitet. Ursprünglich kommt sie aus Merkstein und hatte sich sehr gefreut, als sie nach 30 Jahren Übach-Palenberg wiedersah und „dass die Kohlenberge nun nicht mehr schwarz, sondern grün sind.“

Schon vor der Festmesse kamen Gäste, um dem neuen Pfarrer Glück für seine Arbeit zu wünschen. „Jetzt muss ich mich verkleiden!“, lachte er spitzbübisch, ehe er den Talar anlegte.

Mit Superintendent Jens Sannig fanden sich aus Geilenkirchen die Pfarrerinnen Tanja Bodewig und Anne Lungová sowie Berufsschulpfarrer Dietmar Ernst ein. Aus Gangelt kam Pfarrer Mathias Schoenen. Gesanglich ausdrucksstark begleitet wurde der Gottesdienst vom Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Übach.

Nach dem feierlichen Einzug in das mit vielen erwartungsvollen Besuchern gut gefüllte Innere der Kirche, hieß Pfarrerin Angelika Krakau „nach 14 Monaten als alleinige Herrscherin in Übach-Palenberg“ ihren neuen Kollegen willkommen und gab zu, „dass das Alleinsein auch ganz schön anstrengend war“.

Superintendent Jens Sannig erinnerte in seiner Ansprache an das fünfte Buch Mose und mahnte, der vorigen Zeiten zu gedenken, von Generation zu Generation. In den Kriegen sei dies vergessen worden. Den Menschen vom Streben nach Frieden und Gerechtigkeit zu erzählen und sie Gottes Zuspruch spüren zu lassen, sei nun die Aufgabe Christian Justens. „Eine schönere kann es nicht geben. Glück auf!“

Der neue Seelsorger sprach in seiner Einführungsrede von apokalyptischer Stimmung, die mancherorts herrsche. Christus wolle uns jedoch nicht Angst, sondern Mut machen, auch zu Zivilcourage. Wir sollen keine Märtyrer sein, doch Zeichen setzen. Auf dem Liedblatt zur Einführungsmesse seien Leuchttürme abgebildet, darunter auch der Übach-Palenberger Wasserturm. Er solle den Menschen zeigen: „Hier gehöre ich hin“, und wir sollen selbst zu solchen „Leuchtfeuern“ werden und den Menschen Hoffnung geben.

Im Anschluss an die Messe lud er zum gemütlichen Beisammensein im Saal unter der Kirche ein. Die Schar der Gratulanten schien endlos, darunter auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch mit einem Präsent von Rat und Verwaltung und die Palenberger Grundschulkinder mit selbst gebackenen Weihnachtsplätzchen.

Justen bekannte, dass er damals, als er sich in Übach-Palenberg vorstellte, zu seiner Frau gesagt habe: „Die sind so nett – wenn die mich nehmen, geh‘ ich sofort da hin!“

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