Gangelt - Handgemalter Altar von Sieger Köder zu Gast in Gangelt

Handgemalter Altar von Sieger Köder zu Gast in Gangelt

Von: mabie
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Der emeritierte katholische Pfarrer Klaus Warning stellte in der Friedenskirche eine Kopie des Flügelaltars von Sieger Köder vor, dessen Original in der St. Heinrich-Kirche in Kiel zu sehen ist. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Mit leeren Händen kam der emeritierte katholische Pfarrer Klaus Warning nicht aus Kiel in die evangelische Friedenskirche nach Gangelt. Vielmehr hatte er am gesamten Wochenende einen von seinem leider verstorbenen Freund Sieger Köder bemalten Altar dabei, an dem er beispielhaft dessen einzigartige Art zu predigen zeigte.

„Die zehn Bilder des Altars stellen nicht – wie sonst üblich – das Leben eines Heiligen dar“, sagte Warning. Vielmehr sind die Bilder unter der Überschrift „Wort Gottes“ als Abbilder biblischer Worte zu verstehen. Passend zum Jahresthema der evangelischen Kirchengemeinde, die sich für 2015 „Bild und Bibel“ auf die Fahnen geschrieben hat, sind dort Abbildungen zu sehen, die Pfarrer Köder als Grundlagen für seine Predigten dienten.

Das Original des Altars steht in Kiel, in Gangelt war eine im Maßstab 1:2 von Sieger Köder selbst gefertigte Kopie zu sehen, die dennoch den ganzen Charme der Vorlage atmete. Und mit den Erklärungen von Klaus Warning, der nicht langatmig vortrug, sondern mit Anekdoten und Erklärungen dieses Stück zugänglich machte, sowie den eingestreuten geistlichen Liedern wurden alle drei Vorstellungstermine zu interessanten Ausflügen in ein ganz besonderes Stück Kirchengeschichte. „Sieger Köder wollte mit seinen Bildern predigen“, so Warning, „die Bilder wollen Hoffnung wecken, trösten und zum Nachdenken anregen.“

Nachdenken durften die Gäste natürlich auch über die Machart des Flügelaltars. Während eine Besucherin ihr Augenmerk auf die Standfestigkeit legte, hätten die Kinder bei einer Vorstellung des Altars ein ganz anderes Detail im Blick gehabt. „Sie dachten, dass das Schönste am Altar die aufwendigen Doppelscharniere waren“, so Klaus Warning augenzwinkernd, der sich über das große Interesse an dem Werk seines Freundes freute.

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