Geilenkirchen-Gillrath - Hahn glänzt golden von der Turmspitze

Hahn glänzt golden von der Turmspitze

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Gerd Latour hat wieder Risse entdeckt, die sich im Außenmauerwerk am Turm gebildet haben. Die Sanierung in Gillrath kostet fast 300.000 Euro. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Gillrath. Das Ergebnis der Arbeiten am Kirchturm in Gillrath kann erst im Spätherbst sichtbar sein. Aber schon jetzt zeigt sich deutlich, dass hier umfangreiche Maßnahmen eine Veränderung bringen werden.

Der hölzerne Dachunterbau im oberen Teil des Turmes der Pfarrkirche von St. Mariä Namen ist morsch und bedarf einer dringenden Erneuerung. „Kreuz und Hahn auf der Spitze wackelten bereits”, weiß der Gillrather Stadtverordnete Gerd Latour.

Zusammen mit Toni Wienands vom Kirchenvorstand und Kirchengärtner Josef Krzewina blickt er auf das seit Anfang Juli eingerüstete Gotteshaus, wo bereits 1969 einmal umfangreiche Renovierungsarbeiten am Kirchturm durchgeführt wurden.

Gerd Latour kennt die Geschichte der Pfarrkirche und verweist darauf, dass hier früher eine 1782 errichtete Kapelle stand. „Die heutige Kirche ist ein Erweiterungsbau aus dem Jahre 1841, der gotische Kirchturm wurde 1846 errichtetet und die beiden Seitenschiffe in den Jahren 1924 bis 1926 angebaut”, berichtet Gerd Latour.

Bis zum Zifferblatt

Kürzlich wurde nach eingehenden Überprüfungen festgestellt, dass die Holzkonstruktion im oberen Turmbereich gravierende Mängel aufweist. Zudem wurden Risse im Mauerwerk und in der Schieferabdeckung gefunden. Mit der erforderlichen Sanierung wurde nach Entfernen von Kreuz und Hahn auf der Turmspitze sowie der vier Zifferblätter der Uhren auf jeder Seite in diesen Tagen begonnen.

Der Dachstuhl muss auf rund sechs Meter Länge in der Turmspitze komplett erneuert werden und wurde aus diesem Grund bereits frei gelegt. Parallel zur Dachstuhlsanierung erfolgen zahlreiche Ausbesserungen am Innen- und Außenmauerwerk. „Dafür müssen auch Ornamentsteine speziell angefertigt werden”, erläutert Toni Wienands. Auch wird die Schiefereindeckung der Turmspitze ausgebessert.

In der Zwischenzeit werden Kreuz und Hahn von der Turmspitze in einem Baesweiler Spezialbetrieb restauriert und instand gesetzt. Der kupferne Hahn wird übrigens vergoldet, er erhält eine Schicht aus Blattgold. Die Gesamtmaßnahme ist mit 296.000 Euro veranschlagt, wobei das Bistum Aachen 60 Prozent der Kosten trägt. 40 Prozent muss die Gillrather Gemeinde aufbringen.

„Unsere Pfarre wäre dankbar, wenn uns die Bevölkerung dabei unterstützt”, sagt Gerd Latour. Die Finanzierung sei zwar bereits gesichert, aber man wisse ja nie, ob zusätzliche Kosten entstünden, heißt es.

Wenn im Spätherbst die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sind, wird der Kirchturm der altehrwürdigen Pfarrkirche St. Mariä Namen wieder in neuem Glanz erstrahlen und ein „goldblitzender Hahn” die Spitze zieren.
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