Hagel und Regen stören das Rosenkranzgebet

Von: Andrea Schever
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Nach dem Schweigemarsch: Lisa Philippen mit dem Pilgerkreuz des St. Ursula-Gymnasiums unterwegs nach Trier. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Auf der Wallfahrt nach Trier tritt schon mal Überraschendes ein. Zum Beispiel, dass es, wie es der Zufall will, zum Mittag Schnitzel mit Pommes gibt, abends Pommes mit Schnitzel auf den Tisch kommt. Egal - die Nächte waren eh zu kurz, um lange darüber nachzudenken.

Am Morgen galt es zeitig aufzustehen - um 5.45 Uhr! Aber fürs Anziehen, Packen und Frühstück muss man eine gewisse Zeit einplanen.

Der harmlose Regen am Vormittag ließ bei einigen den Verdacht aufkommen, dass das Wetter es doch nicht so gut mit der Pilgergruppe meinen könnte. Doch am Abend in Fließem fand man auf einigen Gesichtern der Pilger durchaus Spuren von Sonnenbrand.

Nur Geräusche von Autos

Geprägt wurde der Tag auch vom Schweigemarsch, wie er in jedem Jahr für eine gewisse Strecke vorgesehen ist. Die Pilger legten etwas mehr als eine Stunde vollkommen schweigend zurück. Laute Geräusche verursachten höchstens die vorbeifahrenden Autos.

Der letzte der vier Tage, Sonntag, der unter dem Thema „Umkehr” stand, schien seinem Namen alle Ehre zu machen, nachdem es vormittags noch genieselt hatte. Sonne satt ließ jetzt die Hautschutzcreme zum Einsatz kommen. Das letzte Stück entlang der Mosel schien mit herrlichem Wetter gesegnet zu sein - jedoch nur bis zum ersten Viertel des dort gebeteten Rosenkranzes.

Dem einsetzenden leichtem Regen, der hier und da als Wohltat wahrgenommen wurde, folgte plötzlich ein Schauer, der selbst hartgesottene Altpilger unter die Bäume flüchten ließ. Das Abwarten auf das Ende der Tropfen sollte noch unangenehmer enden als es schon war. Die Bäume waren kein zuverlässiger Schutz vor den Massen an Wasser und hinzu kommendem Hagel.

Jacken, Umhänge und selbst Regenschirme weichten durch. Und da es keine Aussicht auf Trockenheit gab, wurde letztendlich entschieden, einfach im Regen weiterzugehen. Bis auf die Haut nass, wurde fortan jedoch nicht mehr gebetet, sondern versucht, die Stimmung mithilfe von Liedern zu heben. „Probier´s mal mit GemütlichkeitÉ” wurde zum Hit.

Große Ladung Pizza

Und schließlich: „Es war ein tolles Gefühl, endlich die Kirche Sankt Matthias zu sehen und gemeinsam mit dem Abt unter Glockengeläut in das Haus einzuziehen”, erinnert sich Theresa Deckers, Schülerin der Jahrgangsstufe 11, eine der Erstpilgerinnen. Nach dem Abendessen, das zur Freude vieler aus einer großen Ladung Pizza bestand, besuchte die Gruppe den Gottesdienst in Sankt Matthias. Dem folgte ein Orgelkonzert, gegeben nur für die Geilenkirchener Pilger, bevor gegen 20 Uhr die Heimreise mit der „Karawane der Bullis” begann.

Kerze in Ehren

Mit einer besonderen Erinnerung an diese Wallfahrt fuhr Tanja Sakowski mit in die Heimat. Sie hatte ihre zehnte Ankunft einer Pilgerfahrt in Trier gefeiert und war aus diesem Anlass sogar mit einer wunderschönen Kerze, die ihr der Abt schenkte, gewürdigt worden.
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