Geilenkirchen - Hänsel und Gretel ganz modern

Hänsel und Gretel ganz modern

Von: mabie
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Das „theater 3 hasen oben” zeigte eine modernisierte Fassung von „Hänsel und Gretel”, die aber das Grauen, den Mut und die Magie zu einem faszinierenden Ganzen vereinte. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Lebensbedrohende Armut, ein magischer Ort und die positive Kraft eines Geschwisterpaares: kein modernes Schauspiel kann sich vor den ursprünglichen Themen aus dem klassischen Märchen „Hänsel und Gretel” verstecken.

In seiner ganz eigenen Version zeigte das „theater 3 hasen oben” eine modernisierte Fassung, der aber immer noch die Aktualität des Originals innewohnte. Dazu waren die Darsteller Silvia Pahl und Klaus Wilmanns im Rahmen der von unserer Zeitung mitpräsentierten Reihe „Theater Starter” auf die Bühne der Aula in der Städtischen Realschule getreten. Und gleich zwei Mal gelang es ihnen vor leider nicht ganz ausverkauftem Haus, die Menschen ab fünf Jahren zu faszinieren. Und die Rollen der beiden Darsteller waren mindestens ebenso vielschichtig wie deren Charakterzüge.

Zu Beginn spielen die sympathischen Witzbolde Nella und Nello auf. Sie sind ganz fasziniert vom Grusel, der dem Märchen seinen speziellen Reiz gibt. Mit Keyboard und Kontrabass in einem zwar reduzierten, doch ausgesprochen perfekt sitzenden Bühnenbild wurden dann auch die anderen Figuren ins Leben geholt. Die Stiefmutter zum Beispiel, die ihrem grausamen Plan, die Kinder ihres Mannes tief im Wald auszusetzen, ihren Gatten beinahe um den Verstand bringt.

Doch Hänsel ersinnt einen Plan, will mit Hilfe von Kieselsteinen den Weg zurück nach Hause markieren. Der Vater bringt es kaum übers Herz, doch erfüllt er in den Augen seiner Frau ihren Wunsch, die Kinder im Wald auszusetzen, damit der allgegenwärtige Hunger sie nicht auch noch dahinrafft. Die Kinder aber erleben den Wink des Schicksals. Sie futtern sich gnadenlos durch das Knusperhäuschen der Hexe. Die wiederum zeigt sich mit roter Federboa und mit einem Wesen, das sowohl sympathisch, wie auch schrullig und gefährlich sein kann.

Am Ende finden die Kinder ihren Weg aus der Geschichte, überwinden die unvorstellbaren Gefahren. Mit ihrem Spiel begeisterten die beiden Hauptdarsteller Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Sie schufen nicht nur eine Atmosphäre, die das Gruselige hinter dem Märchen aufbereitete, sondern auch Spaß machte und zu einer Reise in die Phantasie geradezu einlud. Dafür gab es dann auch zu Recht viel Applaus für eine tolle Leistung.
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