Geilenkirchen - Guter Markt für die „kleinen” Spezialisten

Guter Markt für die „kleinen” Spezialisten

Von: Wilfried Rhein
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Unternehmer aus der IT-Branche ließen sich anlässlich der Premiere der „Wirtschaftsarena Euregio” in der CSB-Zentrale in Geilenkirchen (Bild) vor Publikum und Kameras befragen: (v.l.) Dr. Volker Stich, Moderator Jorge Klapproth, Dr. Peter Schimitzek, Erich Borsch, Moderator Hartmut Hermanns und Michael F. Bayer. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Welche Chancen haben die eher mittelständischen regionalen Unternehmen der Informationstechnik und Datenverarbeitung auf dem „großen” Markt? Haben sie auch die Chance, erfolgreich die Welt zu erobern?

In der „Wirtschaftsarena Euregio” sollten diese und andere Fragen angestoßen werden. Premiere einer Gesprächsrunde, für die das Geilenkirchener Haus CSB System AG jetzt Gastgeber war.

Auf dem Podium hatte am Abend auch Hausherr Dr. Peter Schimitzek, Vorstandsvorsitzender der CSB-System AG, Platz genommen. Ihm zur Seite Dr. Volker Stich, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR), sowie Erich Borsch, Vorstand der aixigo AG Aachen. Kooperationspartner der informellen Runde, die etwa einmal im Quartal an einem anderen Ort der Region zusammenkommen soll, ist die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen; sie wurde anlässlich der Premiere durch den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer repräsentiert.

Kaum geteilte Meinung

Ob der Aachener Wirtschaftsraum wirklich ein „Silicon Valley Euregio” ist, wurde den Detailfragen vorangestellt. Wirtschaftsnahe Themen, die allgemein interessieren, sollten mit den Expertenmeinungen verquickt werden. Das gelang dank eines sachverständigen Publikums, wie auch die abschließende Fragerunde deutlich machte. Wenig geteilte Meinung gab es unter den Fachleuten auf dem Podium in Niederheid bei der Frage nach der Zukunft der „Cebit”, die als größte Computermesse der Welt gilt. Die CSB AG hatte daran nicht teilgenommen, wie die Runde erfuhr. Dr. Peter Schimitzek nannte Gründe dafür: Jahr für Jahr weniger Besucher, folglich „fehlt auch das bestellende Publikum”. Umstrukturierungen innerhalb der Hannoverschen Messeorganisation hätten das Geilenkirchener Unternehmen zwischenzeitlich in eine Nebenhalle „abgeschoben”, erläuterte Peter Schimitzek. Da fehle der Augenkontakt mit den direkten Fachkonkurrenten.

Unterstützung bekam der Geilenkirchener CSB-Vorstand von Dr. Volker Stich, dessen Haus eng mit dem Aufbau des neuen RWTH-Campus Melaten verbunden ist. „Die Großen dominieren die Cebit, liefern die exponierten Darstellungen. Der Mittelstand findet - selbst bei optimalen Problemlösungen - nur am Rand statt”, so der Aachener. Er attestierte allerdings dieser Messe, für viele Marktbenutzer lohnende Kontakte zu bieten.

Erklärungen fand auch Erich Borsch. Der deutliche Rücklauf von Besuchern dieser Messe sei ein Maßstab für deren Bedeutung. „Die Information über potentielle Geschäftspartner fließt inzwischen auf anderen Wegen”, so der aixigo-Vorstand.

Eine Menge Beteiligungen an der Fachmesse habe es doch aus dem Aachener Kammerbezirk gegeben, warf Michael Bayer ein. Er erkannte aber auch: „Die Cebit sucht nach einem neuen Profil.” Das sei wichtig, forderte Volker Stich, um themenbezogenen Bereiche besser zu moderieren, ja um „den IT-Dschungel zu entwirren”. Es sei ein individueller Beratungsbedarf bei den Kunden entstanden, betonte Peter Schimitzek. Das vertrauen in die Spezialisten der „kleiner” Anbieter wachse.

Mit Außenwirkung

Flexibilität auf diesem Sektor sei besonders wichtig, bestätigte IHK-Sprecher Michael Bayer. Das nutze der regionalen Wirtschaft wie auch der unternehmerischen Außenwirkung.
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