Guido Cantz präsentiert aktuelles Programm: „Cantz schön clever“

Von: Georg Schmitz
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Überzeugte mit intelligenten Sprüchen und tollen Gags und mischte sich in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule auch unter das Publikum: Guido Cantz. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Cantz schön clever“ nennt Guido Cantz sein aktuelles Bühnenprogramm, mit dem er am Mittwochabend auch in Geilenkirchen zu Gast war. Die beliebte Kabarett-Reihe ist eine Kooperation von Stadt Geilenkirchen, Raiffeisenbank Heinsberg und Rurtalproduktion und eigentlich immer ausverkauft.

Kulturamtsleiter Gort Houben und Raiffeisenbank-Sprecher Roland Meintz lobten bei der Begrüßung die perfekte Zusammenarbeit, ohne die Stars von Rang und Namen wohl kaum in einer Kleinstadt wie Geilenkirchen gastieren würden.

„Der Drang auf die Bühne war schon immer da“, plaudert Guido Cantz vor seinem Auftritt im Gespräch mit unserer Zeitung aus seiner Jugendzeit. Er komme aus einer musikalischen Familie, zu Hause hätten alle Musik gemacht. Das komme ihm heute auch bei seinen Bühnenprogrammen zugute, denn da könne er Klavier, Flöte oder Schlagzeug einsetzen. „Mit Karneval fingen die öffentlichen Auftritte an“, erzählt der 43-Jährige, der mit seiner Familie in Köln-Porz lebt, weiter.

Als „Mann für alle Fälle“ trat der studierte Betriebswirt und staatlich geprüfte kaufmännische Medienassistent damals unzählige Male im Kölner Karneval in Aktion.

Heute kennen die TV-Zuschauer den blonden Rheinländer aus zahlreichen Fernsehsendungen. Seit fünf Jahren moderiert Cantz die ARD-Unterhaltungsshow „Verstehen Sie Spaß“ und hat diese wieder erfolgreich belebt. Daneben setzt er sein Bühnenprogramm in Szene und begeistert mit seinen Solo-Gastspielen Menschen aller Altersklassen.

Um es vorweg zu nehmen – der aktuelle Titel ist Programm, denn Cantz zeigte sich den über 300 Besuchern von seiner cleveren Seite. Tolle Gags, intelligente Sprüche und die Einbeziehung des Publikums ließen zu keiner Sekunde Langeweile aufkommen.

Seinen Fans stand er direkt gegenüber, er mischte sich in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule sogar unter sie. Der smarte Typ kam bei Jung und Alt gleichermaßen gut an, wobei es für viele Senioren aufgrund verschiedener IT- und Handy-Gags manchmal schwierig gewesen sein dürfte, ihm zu folgen. So ließ er sich über SMS-Abkürzungen aus und fragte nach der Bedeutung von „eom“ (end of message) oder „asap“ (as soon as possible). „Derartige Abkürzungen werden uns das ganze Leben lang begleiten“, sagte Cantz. Wer wisse schon, dass „SM“ das Kürzel für San Marino sei ?

Er sei immer schon ein Besserwisser gewesen, auch in frühester Jugend. Da habe ihm seine Oma dann einen Brockhaus geschenkt. Cantz: „Ich habe mir aber ein Blockhaus gewünscht.“ Auch die katholische Kirche musste herhalten. Cantz gab in Anspielung auf den Drei-Königs-Schrein zu bedenken, dass die Heiligen drei Könige Kölner seien. „Kölner mit Migrationshintergrund.“ Dann gebe es noch den Kölner Weihbischof Ansgar Puff: „Da wird eine Beichte schnell zum Puff-Besuch“, so Cantz.

Dann holte der Entertainer Manfred aus dem Publikum, den er pikante Passagen aus dem Alten Testament vorlesen ließ. „Mittlerweile sind die Fernseher größer als die Bücherregale“, ging Cantz auf die mangelnde Bildung in einer Spaßgesellschaft ein.

Die Deutsche Bahn musste ebenfalls herhalten: „Letztes Jahr hat sich sogar ein ICE verfahren – das muss man sich mal vorstellen“, so Guido Cantz. Ein sympathischer Typ, dem man selbst überzogene Darstellungen nicht übel nimmt, präsentierte sich in Geilenkirchen von seiner besten Seite.

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