Geilenkirchen - Gütesiegel für eine gesunde Gesamtschule

Gütesiegel für eine gesunde Gesamtschule

Von: Georg Schmitz
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Schulleiter Uwe Böken (l.) und Koordinator Dr. Stefan Evertz freuen sich über die erneute Auszeichnung als „Gesunde Schule“ und werden das neue Emblem gut sichtbar anbringen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Anita-Lichtenstein-Schule erhält den Schulentwicklungspreis für ihre Beteiligung am Programm „Bildung und Gesundheit“. Einhaltung von Standards ist maßgeblich für die Auszeichnung. Suchtprävention ist dabei ein Schwerpunkt.

„Eine gute gesunde Schule ist eine Schule, die Unterricht und Erziehung, Lehren und Lernen, Führung und Management sowie Schulkultur und Schulklima durch geeignete Maßnahmen gesundheitsförderlich gestaltet und so die Bildungsqualität insgesamt verbessert“ – so lautet das Ziel des Landesprogramms „Bildung und Gesundheit“, das in Kooperation mit den Unfallkassen ausgeschrieben wurde. Die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule hatte sich für den so genannten Schulentwicklungspreis beworben und ist jetzt mit dem Gütesiegelausgezeichnet worden.

Bereits seit 2009 beteiligt sich die Geilenkirchen Schule immer wieder im Rahmen des landesweiten Netzwerkes „Gesunde Schule“ an der Aktion und zählte 2010 erstmals zu den Preisträgern. Der Biologie-Lehrer Dr. Stefan Evertz koordiniert das Projekt von Anfang an und freut sich ebenso wie Schulleiter Uwe Böken über die erneute Auszeichnung. Diese wird weitaus höher gewichtet als der erste Preis, denn um die begehrte Plakette zu erhalten, muss die Schule schon Herausragendes leisten.

So wurde seit 2010 das entwickelte Gesundheitskonzept konsequent umgesetzt und das Gesamtsystem Schule aus gesundheitlicher Sicht beleuchtet. „Gesundheit ist Programm an unserer Schule“, sagt Evertz und verweist auf den fünfjährigen Erfahrungsschatz, der zwischenzeitlich gesammelt wurde. Für das Gütesiegel mussten erneut bestimmte Standards erfüllt werden, wobei der Blick nicht etwa nur auf Speisen gerichtet war.

Drei Schwerpunkte galt es zu berücksichtigen. Zum einen ist da der Störungsfreie Unterricht, der ebenfalls der Gesundheit förderlich sein kann, denn Störungen erzeugen Stress und machen krank. Als zweiten Schwerpunkt nannte Evertz die Raumgestaltung. „Damit kann vieles erreicht werden, was zur Harmonisierung beiträgt“, ist der Koordinator sicher. So trage ein die Bewegung förderndes Schulgelände ebenfalls zur Gesundheit bei, aus diesem Grund sei der Schulhof in den vergangenen Jahren entsprechend umgestaltet worden.

Eine Anpassung der Räume für die Lehrer sei erfolgt, um auch hier das Wohlbefinden zu steigern. Der dritte Schwerpunkt für eine Gute und gesunde Schule sei die intensive Präventionsarbeit. Diese Thematik umfasst unter anderem eine konkrete Suchtvorbeugung oder die Stärkung von Schülern in Bezug auf Sozialkompetenzen.

Im Rahmen dieser Präventionsarbeit hat die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule bereits mehrere Projektwochen zu den Themen Drogen, Nikotin und Alkohol durchgeführt. In die Kategorie Prävention fällt auch der Blick auf das Konsumverhalten der Schüler, zum Beispiel bei der Ernährung.

Für die erneute Bewerbung ergab sich die Verpflichtung, auf dem bisher Erreichten aufzubauen.

Dies hat die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule mit zahlreichen Maßnahmen in den Bereichen Unterricht, Kommunikation und Schulklima, Lehrergesundheit, Schule als Lebensraum, Schulentwicklung und Inklusion vollzogen. „Wo es Defizite gab, wurde nachgebessert“, sagt Uwe Böken. In allen Bereichen wurden die Standards angehoben, Arbeitsschwerpunkte gebildet und viele Handlungsfelder und Einzelmaßnahmen abgearbeitet.

Jedes Jahr wurde ein Schulscreening durchgeführt. Weitere Maßnahmen sind in Planung, so auch die Bestückung des Außenbereiches mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten. Zudem werden die Outdoor-Aktivitäten gefördert, zum Beispiel durch die Anschaffung von neuen Tischtennisplatten. Daneben ist die Verbesserung des Lärmschutzes in der Mensa ein großes Thema.

Der Schulentwicklungspreis ist mit knapp 15.000 Euro dotiert. „Diese Mittel werden sinnvoll in Maßnahmen investiert, die dem Wohlbefinden und der Gesundheit dienen“, macht der Schulleiter klar.

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