Grünbrücke von einer Heide zur anderen

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Übach-Palenberg. Knapp 106.000 Euro Gesamtkosten und ein finanzieller Aufwand, der für die Stadt Übach-Palenberg gleich Null ist. Da freuten sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses, als sie vom Projekt „Grünbrücke” hörten.

Wie Horst Tacken von der Verwaltung mitteilte, soll damit eine Brücke von der Scherpenseeler zur Brunssumer Heide geschlagen werden. „Sie sieht aus wie eine ganz normale Brücke”, so Tacken weiter, einziger Unterschied ist die Bepflanzung statt eines geteerten Überweges. Denn für Zweibeiner, schon gar nicht auf vier Rädern, ist die Querung nicht gedacht.

Vielmehr soll damit den vor Ort lebenden Tieren, darunter seltene Arten wie der Kammmolch, die Kreuzkröte oder Fledermausratten, die Möglichkeit gegeben werden, den „Europaweg” zwischen beiden Heideabschnitten zu queren. Die Idee stammt von der Provinz Limburg und sieht vor, bei Gesamtkosten von 105.810,10 Euro, viele Fördermöglichkeiten auszunutzen. Die Hälfte kommt aus dem EU-Topf, 30 Prozent vom Land, und den Rest teilen sich Forstverwaltung und die Kreise. Die offizielle Erklärung, das Vorhaben ausdrücklich zu unterstützen, ist durch die Stadt Übach-Palenberg bereits ergangen. Bereits ein Großteil der Projekte aus der „EuRegionalen 2008” ist in Betrieb oder in Stadt und Region sichtbar.

Daran knüpft die „Regionale 2010” an, die in der ehemaligen Bergbaugemeinde den „Erlebnisraum Römerstraße” sichtbar machen will. Die Überarbeitung der Planungsentwürfe für das Stadtgebiet endet für den Zeitraum 2010 bis 2014 mit Gesamtkosten in Höhe von rund 190.000 Euro. Bei einer Förderung von 80 Prozent, entsprechend 152.000 Euro, durch die Bezirksregierung, verbliebe ein Eigenanteil für die Stadt, der sich bis 2014 auf 38.000 Euro beläuft. So werden alleine 23.645 Euro für die Erneuerung so genannter „wassergebundener” Kiesdecken auf Radwegen fällig.

Darüber hinaus sind eingelegte Stahlschwellen, eine Informationstafel sowie eine silouettenhafte Legionärsfigur inmitten des Kreisverkehrs in Boscheln vorgesehen. Im Herbacher Wald könnte ein Teil der historischen Strecke freigelegt werden. Abgerundet wird das Konzept durch Kiefern als historisches Vermächtnis der römischen Herkunft.
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