Geilenkirchen/Übach-Palenberg - Grotenrath: Wem nützt die B221n wirklich?

Grotenrath: Wem nützt die B221n wirklich?

Von: jpm
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Heerlener Straße
Es geht um die Entlastung der Heerlener Straße in Scherpenseel – aber wirklich nur darum? Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. In Grotenrath wächst der Widerstand gegen die geplante Bundesstraße 221n. Die grundsätzliche Befürchtung der Einwohner – eine Entlastung von Scherpenseel auf Kosten von Grotenrath – ist dabei nicht neu.

Nun aber bekommt das Thema im Anschluss an die Informationsveranstaltung der Scherpenseeler CDU vor rund anderthalb Wochen neuen Schwung. Mehrere Grotenrather machen ihrem Ärger in umfangreichen Leserbriefen Luft, die sie an unsere Redaktion gesendet haben.

Übel aufgestoßen waren schon die Vorbereitungen zur Veranstaltung. In Scherpenseel wurde mit anderen Einladungen auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht als in Grotenrath – geschrieben waren sie in recht unterschiedlichem Tonfall.

Während dieser in Grotenrath höflich und verbindlich ausfiel, wurde das in Scherpenseel verteilte Schreiben von der deutlichen Aufforderung getragen, dem Begehren der Grotenrather nicht nachgeben zu dürfen – zahlreiche Ausrufezeichen verliehen dem Nachdruck. „Die Veranstalter riefen zum Nachbarschaftskrieg“, formuliert unser Leser Herbert Weyand aus Grotenrath es drastisch.

Doch in Grotenrath sind nach der Veranstaltung auch die Zweifel daran gewachsen, wem das Projekt eigentlich wirklich nützen wird: den Scherpenseelern – oder vielmehr der Wirtschaft? Schließlich ist die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan auch in einem Zusammenhang zu sehen mit den Verkehrs- und Gewerbeprojekten im niederländischen Limburg. Unser Leser Hans Hall aus Grotenrath glaubt: „Die kommunalen Stellen, hier besonders Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, sind nur Mittel zum Zweck, die Fäden werden in Berlin gezogen.“

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