Großer Frühjahrsputz in Lindern und Beeck

Von: mabie
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Eine große Schar junger und jung gebliebener Helfer trat bei der inzwischen 49. Putzaktion am ersten Märzsamstag in und um Lindern an. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Wer am Samstagmorgen das Stadtgebiet von Geilenkirchen in die Richtungen Heinsberg, Hückelhoven und Linnich verließ, traf am Wegesrand auf viele fleißige Menschen. Sie waren dem grauen Wetter entsprechend robust gekleidet, räumten mit Eimern und Greifzangen all das auf, was sich am Wegesrand schon seit einiger Zeit angesammelt hat.

Das war in Beeck der Fall, wo die Dorfgemeinschaft sich ab der Gaststätte „Andrés alte Schmiede“ auf den Weg machte, um das malerische Dorf vom Unrat der letzten Monate frei zu machen. Das war aber auch in Lindern der Fall, wo das Ärmelhochkrempeln und selbst sauber machen immer am ersten Samstag im März schon seit 1968 zur guten Tradition gehört. „Damals haben wir bei Paul an der Wiese angefangen“, sagt der Vorsitzende der Linderner Ortsvereine, Helmut Holländer, zu einem anderen Teilnehmer. Gut 50 Menschen waren an diesem diesigen Vormittag auf das Sportplatzgelände am Birkenweg gekommen, um zum 49. Mal fleißig anzupacken. Altersmäßig bunt gemischt waren sie schon immer, weiß Holländer, doch in diesem Jahr sind noch ein paar freiwillige Helfer extra dazu gekommen. „Das sind unsere besten Mitarbeiter“, ruft einer, als eine Gruppe junger Männer um die Ecke biegt.

Gemeint sind damit die nur einen Steinwurf vom Sammelpunkt entfernt wohnenden Flüchtlinge, die mit Greifer und Eimer ausgestattet gerne helfen. Zurückhaltend sind sie, ganz bescheiden. „Ich helfe gerne“, sagt einer von ihnen, der seinen Namen nicht nennen möchte, aber gerne mit den anderen auf das Foto will. Den Wunsch erfüllt ihm der Fotograf gerne, und sicherlich durften „die Jungs“ wie sie in Lindern an diesem Samstagvormittag nur genannt wurden, auch am Ende bei der wärmenden Suppe dabei sein, die den Helfern serviert wurde.

Gefunden wurde übrigens schon fast traditionell viel Sperrmüll. Die etwas entlegeneren Wege abseits des alten Sportplatzes sind dafür gern genutzte, aber illegale Abladestellen. „Manche laden da ganze Wohnungseinrichtungen ab“, weiß Helmut Holländer. Aber mit viel Fleiß, noch mehr ehrenamtlichem Engagement, fünf Traktoren und einem Pick-up als „Müllfahrzeuge“ auf Zeit, wurde ruckzuck alles in den neun Kubikmeter messenden Müllcontainer am Sportplatz geladen. Der war übrigens wieder bestens gefüllt, was bewies, dass zwar Jahre ins Land ziehen können, das Verhalten der Menschen, einfach achtlos Dinge wegzuwerfen, leider kaum geändert hat.

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