Großer Andrang beim Adventskonzert der SBB Big Band

Von: Johannes Gottwald
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Übertraf beim dritten Adventskonzert alle Erwartungen: die SBB Big Band Geilenkirchen. Und der Andrang in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule war groß. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Für einen Veranstalter ist es immer erfreulich, wenn der Zuspruch die Erwartungen übertrifft. Beim dritten Adventskonzert der SBB Big Band Geilenkirchen war der Andrang diesmal so groß, dass noch zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten.

Schließlich waren über 200 Gäste in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule versammelt. Und sie kamen voll auf ihre Kosten, denn die SBB Big Band hatte wieder einmal ein vorzügliches Programm zusammengestellt.

„Swinging Christmas” lautete das Motto des Abends, das sogleich die Richtung angab - über den großen Teich in die USA. Freilich zeigte schon die Auswahl der Stücke, dass die amerikanische Weihnacht mit dem Fest der Christenheit nur noch am Rande zu tun hat: Rentiere und Weihnachtsmänner sind dort populärer als Maria und Josef und passen besser zu dem alljährlichen Konsumrausch. Bezeichnenderweise wird der 2. Weihnachtstag in den Vereinigten Staaten gar nicht mehr gefeiert.

Winter Wonderland

Gleich zu Beginn führte das „Winter Wonderland” in die vorweihnachtliche - und sehr weltliche - Glitzerwelt der amerikanischen Shoppingcenter ein. Nach diesem noch eher verhaltenen Auftakt brachte „Rocking around the Christmas tree” schwungvolle Rhythmen, die alsbald vom Publikum aufgegriffen wurden. In „Rudolph the red nosed reindeer” stellte sich das Rentier mit der roten Nase vor, das für alle Kinder in Amerika eine wohlbekannte Figur darstellt - und auch hierzulande immer öfter an Hauseingängen und in Vorgärten adventlich illuminiert zu sehen ist.

Jingle Bell Rock

Auch „Frosty the snowman” gehört in der neuen Welt zu den volkstümlichen Stücken, die sogar von Frank Sinatra zum Schlager arrangiert wurden. Beim „Jingle Bell Rock” wurde keineswegs die bekannte Liedmelodie verwendet, sondern es entfaltete sich ein sehr elanvolles, von grellen Bläserakkorden geprägtes Stück. Besinnlicher wurde es bei „Marys Boy Child” und „Little town of Bethlehem”, wo echte vorweihnachtliche Stimmung aufkam.

Das zuletzt genannte Stück wurde übrigens unter dem Eindruck eines Besuches in Bethlehem komponiert. Und auch die humorvolle Seite des Weihnachtsfestes kam zur Geltung, als Christa Thiery mit ihrem Reimvortrag vom Lametta berichtete, was an den Feiertagen so alles passieren kann, wenn man diese Silberfäden plötzlich nicht zur Hand hat.

Aber die SBB Big Band hatte auch Gäste eingeladen: Bei „Run Rudolph run” klinkten sich die „Romantic Tomcats” ins musikalische Geschehen ein. Es handelte sich um eine Band mit der ungewöhnlichen Besetzung E-Gitarre, Kontrabass, Saxophon und Schlagzeug. Ihre Musik klang indessen keineswegs romantisch, wie man aufgrund des Names vielleicht vermuten könnte.

Vielmehr hat sich diese Gruppe auf den Rock„n Roll der 50-er Jahre spezialisiert und heizte dem Publikum sogleich mit aggressiven Rhythmen und schrillen Tönen ein, wobei leider der englische Text meist unverständlich blieb. Trotzdem war das Publikum hingerissen, so dass mit „Sea sick” noch eine Zugabe fällig war. Mit „Let it snow” ging es dann in die Pause.

Abstecher nach Lateinamerika

In der Adventszeit darf selbstverständlich auch der Nikolaus nicht fehlen. Der zweite Teil begann mit „Santa Claus is coming to town”, wobei der heilige Mann zum großen Vergnügen der Zuhörer auch selbst auf der Bühne erschien. Nach „Sleigh Ride” kam dann doch noch der Ohrwurm „Jingle Bells” zu Gehör, während „Feliz navidad” einen kurzen Abstecher nach Lateinamerika machte.

Die beiden nächsten Stücke „Santa Claus is back to town” und „Blue Christmas” gestalteten die Gastgeber mit den „Romantic Tomcats” gemeinsam. Nach der „blauen Weihnacht” folgte dann mit „White christmas” die verschneite, was in unserer Gegend leider allzu selten vorkommt. Die lichterfunkelnde und glitzernde Weihnacht stand auch bei „We wish you a merry christmas” und „Last christmas” im Mittelpunkt. Auch hier bewies die SBB Big Band ihr exzellentes Können und nahm unter der Leitung von Christoph Jansen auch schwierige technische Klippen.

Selbst die oft recht komplizierte, nicht selten vom Jazz beeinflusste Harmonik wurde von den Bläsern sauber und klangsicher gemeistert. So gab es nach den „Happy X-mas” stürmischen und langanhaltenden Applaus für ein vorzügliches Konzert.
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