Große Schäden am zentralen Parkhaus

Von: g.s.
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Der Treppenaufgang des Parkhau
Der Treppenaufgang des Parkhauses soll überdacht werden, damit weitere Schäden vermieden werden. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Diskussionsbedarf ergab sich bei der Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses der Stadt Geilenkirchen beim Thema „Überdachung der Treppenanlage Parkhaus”. Einige Stadtverordnete plädierten für eine preiswertere Lösung.

Andreas Eickhoff vom Gebäudemanagement der Stadt wies darauf hin, dass die Überdachung des Treppenhauses am Parkhaus hinter dem Rathaus wegen zahlreicher Schäden dringend angeraten sei. Witterungseinflüsse hätten in den letzten Jahren ihre Spuren hinterlassen. Gravierende Bauschäden seien erkennbar, Stahlteile lägen in großen Teilbereichen völlig frei.

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, seien schnellstens entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Zur Überdachung der zentralen Treppenanlage mit einer Stahl/Glaskonstruktion sei zwischenzeitlich eine Grobplanung erarbeitet worden. Der Umwelt- und Bauausschuss möge die vorgestellte Planung beschließen und die Verwaltung beauftragen, zur Maßnahmeumsetzung ein Vergabeverfahren einzuleiten. Nach vorläufigen Berechnungen schlage die Überdachung des Haupttreppenhauses mit 50.000 Euro, der Nebentreppenanlage mit 10.000 Euro und die Betonsanierung mit 15.000 Euro zu Buche. Hinzu kämen 5000 Euro an weiteren Nebenkosten.

Markus Melchers (FDP) war mit der Betonsanierung einverstanden, stellte aber den Sinn einer Überdachung in Frage. „Die Schäden sind gravierend, auch die Tragkonstruktion ist angegriffen”, warnte Beigeordneter Hans Hausmann. Er wies auch auf das Streusalz hin, das in der Winterzeit die Substanz angreife. Johann M. Graf (Freie Bürgerliste) war überzeugt, dass es eine billigere Alternative gibt. „Warum Glas, das ist teuer und anfällig für Vandalismus”, so Graf. „Wenn nicht schnellstens gehandelt wird, bleibt nur die Alternative, das Parkhaus abzureißen”, warf Hausmann ein. Die finanziellen Mittel seien bereits in der Dringlichkeitsliste 2011 bereitgestellt worden.

Ausschussvorsitzender Karl-Peter Conrads brachte einen Kompromiss ins Spiel, mit dem sich die Stadtverordneten anfreunden konnten: Über Betonsanierung und Überdachung getrennt abzustimmen. „Beides ist Teil eines Gesamtkonzeptes, das kann nicht voneinander getrennt werden”, meldete sich Andreas Eickhoff zu Wort. „Wie will man das den Bürgern verkaufen, eine Stadt, die kein Geld hat und dann eine Glasüberdachung am Parkhaus bauen will”, warf Harald Volles (Grüne) ein. Nach weiteren Diskussionen einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, den Beschlussvorschlag zu teilen.

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder für eine zwingend notwendige Betonsanierung aus.

Einstimmigkeit gab es dann auch bei der zweiten Formulierung, nachdem die Verwaltung weitere Angebote einholen und die neuen Zahlen dem Ausschuss vorlegen soll.
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