Große Musik mit Lächeln gespielt

Von: kb
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Geilenkirchen. Musikvereine in unserer Gegend erfinden sich zunehmend neu, ohne den geliebten und bewährten Marsch außen vor zu lassen. Offen und mit viel freudiger Spannung lassen sich die „alten Hasen” der Vereine ebenso auf „junge” Musik aus Rock und Pop, wie auf anspruchsvolle, eher klassische Oberstufen-Stücke ein.

Der Lohn für so viel Wandelbarkeit sind proppenvolle Orchesterreihen, gefüllt mit jungen Musikern beiderlei Geschlechts, denen man die Freude am Musizieren wie am Vereinsleben am Lächeln ablesen kann. „Und mit vielen jungen Instrumentalisten unter uns sinkt nicht etwa das Niveau, sondern wir lernen schneller und besser”, so Theo Peeters, Dirigent des Musikvereins Prummern.

Musikalisch und kulinarisch

Dessen mehr als 35-köpfiges Ensemble hatte jetzt zum Frühjahrskonzert mit musikalischen und kulinarischen Leckereien in den Saal Werden-Pongs in Immendorf eingeladen. Und genau wie im Orchester, das sich in den zurück liegenden Jahren, nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichneten Jugendarbeit, zu einem großen, sehr homogenen und wohltönenden Klangkörper entwickelt hat, waren unter den Besuchern alle Altersklassen zwischen zehn und 75 Jahren vertreten.

Gastverein war das Musikkorps Süggerath, schon über viele Jahre mit den Prummerner Musikern eng verbunden, und ebenfalls in der Nachwuchsförderung und im musikalischen Dialog der Generationen sehr engagiert.

Karibische Lebensfreude

Sehr abwechslungsreich und mit hohem Wiedererkennungswert ausgestattet, war das Programm der Süggerather Musiker. Dem beliebten Marsch „Saint Triphon” folgte die Eingangsmelodie aus dem gleichnamigen Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel”, das seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in der Weihnachtszeit mindestens einmal über den Bildschirm flackert.

In „Selection from Disneys Pocahontas” entführte der Verein ins vorkoloniale Amerika, und mit der „Jamaican Folk Suite” wandte man sich noch ein bisschen weiter nach Süden, brachte karibische Lebensfreude in den Saal. Bei einem Medley aus Boney M. Superhits wippten die Füße der Zuhörer unwillkürlich mit, bevor bei „Winnetou und Old Shatterhand” Indianerromantik à la Pierre Briece aufkam. Mit „Auld Lang Syne” und einer heftig erklatschten Zugabe verabschiedeten sich das Musikkorps Süggerath, Dirigent Rainer Schmitz und Moderator Holger Koch dann vom Publikum.

Kaum noch Platz auf der Bühne hatte der stetig wachsende Musikverein Prummern. „Immerhin neun junge Musiker hat der Verein kürzlich wieder in das „große” Orchester integriert, das den ersten Ensemble-Erfahrungen im „jungen Orchester” folgt”, freute sich Heinz-Willi Barth, Vereinsvorsitzender des Musikvereins und Moderator des Konzertnachmittages. Mit dem Marsch „Euro Celebration” fand der sehr homogene und ausgewogene Klangkörper einen fulminanten Einstieg in sein Konzertprogramm.

Mit hohen Ansprüchen

Die „New York Overture”, ein Oberstufen-Stück aus den jährlichen stattfindenden Blasmusik-Wettbewerben, mit schon hohen Ansprüchen wurde zum Ohrenschmaus, vielleicht sogar zum besten und beliebtesten Stück des Tages. „In Choral and Rock Out” zeigte der Verein auf, wie klassische und moderne Musik einander bedingen und von einander leben und mit „Rolling in the deep” war man dann endgültig in der Aktualität angekommen.

Den vielen jungen Musikern geschuldet war sicherlich auch das Medley „Let me entertain you” der Skandalnudel Robbie Williams, „obwohl die Musikauswahl weniger basisdemokratisch als autokratisch vom Dirigenten getroffen wird”, so der Vorsitzende mit einem Lächeln.

Brausender Applaus

Doch der Erfolg der musikalischen Darbietungen bei Vereinsmitgliedern wie beim Publikum gab Dirigent Theo Peeters recht. Brausender Applaus belohnte die Aktiven für ein wunderbares, kurzweiliges Konzert. Mit „Dem Land Tirol die Treue” und einer humorvollen Zugabe verabschiedete der Musikverein Prummern sich von seinem begeisterten Publikum, nicht ohne auf die vom 4. bis 7. Mai stattfindende Prummerner Kirmes hinzuweisen, bei der man sich hoffentlich wiedersehe.
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