Gangelt - Große Geschichten bei Gangelter Modellbautagen

Große Geschichten bei Gangelter Modellbautagen

Von: hama
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Wenn der Vater mit dem Sohne: Ideensuche bei den Modellbautagen. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Fantastische Arbeit auf kleinstem Raum: Peter Dillen mit „Ijsselmeer“. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Die Liebe zum Detail und der Einsatz modernster Technik bildeten den Rahmen um die 20. Auflage der Gangelter Modellbautage. Diesmal standen die Hauptschule, ein Teil der Realschule und die kleine Sporthalle als Ausstellungsfläche zur Verfügung.

„Die Qualität der Ausstellung ist gestiegen“, stellte Franz Lück als einer der Organisatoren aus den Reihen der Modell-Eisenbahn-Freunde Gangelt fest. Und mit diesem Blick auf das Gesamte stand er nicht alleine. „Liebevolle Kleinarbeit“ war eine Umschreibung, die auf die großen Modulanlagen ebenso zutraf, wie auf die wachsende Zahl der Dioramen, deren Detailverliebt wohl nicht zu überbieten ist.

Stellvertretend für die vielen anderen, sei hier der „Schrottplatz“ erwähnt, bei dem auf rund zwei Metern Länge alles – selbst die Lokomotiven – selber gebaut zu sein schienen. Um hier als Betrachter in die erste Reihe zu kommen, war Geduld gefragt. Auch bei Peter Dillen fuhr eine Bahn; die sollte aber nur die Räumlichkeit unterstreichen, die er mit einer speziellen perspektivischen Bauweise seiner Häuser erreicht.

Puppenstuben und Schiffsmodelle, U-Boote – natürlich funktionstüchtig –, funkferngesteuerte Nutzmaschinen, landwirtschaftliche Modelle und immer wieder Eisenbahnen (heute mit Handy oder Laptop gesteuert) in diversen Varianten begegneten den Gästen bei den 75 Ausstellern. Vom ersten Tag der Modellbautage an ist ein Modellbauteam aus Düsseldorf mit dabei. Diese Gruppe stellte mit 13.000 Figuren die Schlacht um Waterloo 1815 nach. Acht Stunden hat das Team nötig, um die raumfüllende Anlage aufzubauen.

Auch bei den Händlern gibt es Spezialisten. Ob Zubehör zur Modellbahn, LED-Nachrüstsätze oder das klassische Drumherum – es wird in Gangelt angeboten. Hinzu kommen handgefertigte Häuser, Brücken und Landschaftsteile, die teilweise vor Ort mit einem 3D-Drucker oder computergesteuerten Fräsen entstehen. Ein Paradies also, um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.

Nur sind die Kinder in Gangelt traditionell in der Minderzahl. Es sind größtenteils die Väter, die staunend von Stand zu Stand gehen. Bleibt zu hoffen, dass für den Nachwuchs zu Hause zumindest die eine oder andere Idee für ein Weihnachtsgeschenk mitgenommen wird.

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