Geilenkirchen - Großartiges Programm zur „Nacht der Bibliotheken”

Großartiges Programm zur „Nacht der Bibliotheken”

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
Schauspielerin Isabella Archan
Schauspielerin Isabella Archan und Rezitator Wolfgang Rosen von der „Alsdorfer Lesebühne” hatten viel Spaß bei ihren exzellenten Darbietungen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Es war vielleicht nicht das Wunschdatum von Antonia Zaharanski und ihrem Team von der Stadtbücherei Geilenkirchen. Aber das volle Haus gab den Damen von der Bibliothek das Zeichen, dass an diesem Abend nicht alle Geilenkirchener beim Martinszug oder Karnevalsauftakt waren.

Das lag mit Sicherheit auch am großartigen Programm, denn bei der vierten „Nacht der Bibliotheken”, die NRW-weit stattfand, hatte die Bücherei mit Unterstützung der Kreissparkasse Heinsberg mit der „Alsdorfer Lesebühne” ein mehr als attraktives Programm aufzubieten.

Schauspielerin Isabella Archan und Rezitator Wolfgang Rosen, zugleich Gründer und Chef der „Alsdorfer Lesebühne”, hatten ein vollgepacktes Programm mit nach Geilenkirchen gebracht. In drei höchst unterhaltsamen Teilen widmeten sie sich zunächst dem Heiteren, dann dem Krimigenre, ehe zum krönenden Abschluss wieder Heiteres vorgetragen wurde. Natürlich hatten die beiden auf der improvisierten Bühne der Stadtbücherei ein speziell auf Bibliotheken abgestimmtes Angebot dabei.

Schon das erste Stück, das die Trennung von Tisch und Bett an einem ganz besonderen Möbelstück festmachte, setzte den Titel „Spannend bis heiter - heiter bis spannend” bestens um. Schließlich ging es dabei um einen Tisch, der, aus Mahagoni gefertigt und so teuer wie ein achtwöchiger Neuseeland-Urlaub zu zweit inklusive Flug, eine tragende Rolle im Leben eines fiktiven Paares spielte.

So war der Tisch Schauplatz einer amourösen Affäre des Mannes mit seiner ganz privaten Spanischlehrerin und wurde als „Dank” von der Frau mit so viel ätzenden Reinigungsmitteln bearbeitet, dass er am Ende eher wertlos war. Und am Ende der Lesung stand nur das imaginäre Bett in der Bibliothek.

Chansons aus ihrer österreichischen Heimat waren ein weiterer Schlager dieses gelungenen Abends. Ein wenig rätseln durften die begeisterten Gäste dieses Abends auch: So las Wolfgang Rosen einen uralten Text von Sokrates, der der „heutigen Jugend” keine guten Noten attestierte. Gelungen war auch die Überleitung mit einem Blick auf die „Jugendwörter des Jahres 2010”. Dabei durften die Besucher erfahren, was ein „Datenzäpfchen” (USB-Stick), ein „Mietmaul” (Rechtsanwalt) oder gar ein „Heuchlerbesen” (Blumenstrauß) ist.

Bevor schließlich drei Versionen eines einfach scheinenden Backrezeptes in nüchterner, leidenschaftlicher und aufbrausender Lesart die Gäste entzückten, packte Isabella Archan noch „Sieben Dinge über das Glück” aus. „Wir sind nicht auf der Erde, um glücklich zu sein”, stellte sie dabei fest, „denn bei der Evolution ging es schließlich immer übers Überleben”.

Für eine solch mitreißende, witzige, spannende und immer wieder neu überraschende Darbietung gab es vom Publikum natürlich mehr als nur viele Lacher, sondern auch tosenden Applaus.
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