Gorch Fock: Jenny Bökens Vater hofft auf „mehr Sicherheit”
Es sei fraglich, ob bei einer Radarüberwachung bestimmte Wachpositionen noch Sinn machten. „Wenn ich eine Radarüberwachung habe, brauche ich niemanden mehr, den ich vorne hinstelle”, sagte Böken. Tochter Jenny hatte nach Angaben der Eltern in der Unglücksnacht Wache auf dem Postenausguck, ganz vorn, wo man nach anderen Schiffen Ausschau hält. Sie hatte demnach keine Schwimmweste an und war auch nicht durch eine Leine gesichert.
Aspekte wie das Tragen von Schwimmwesten und Anleinpflicht seien nach dem Tod von Jenny diskutiert worden. „Aber die Frage ist, wie viel von dem, was bei den Untersuchungen der Havariekommissionen herausgekommen ist, zu vernünftigen Ergebnissen und Maßnahmen geführt hat.” Nach zweijähriger Zwangspause ist das Schulschiff „Gorch Fock” nach Las Palmas gestartet.
Er sei nie davon ausgegangen, dass das Schiff komplett aus dem Verkehr gezogen werde. „Das war auch nie unser Ziel. Unser Ziel war, dass das Ganze so sicher gemacht wird, dass so etwas nicht mehr passiert.” Die Eltern kämpfen seit Jahren um die vollständige Aufklärung der Todesumstände.



