„Golddorf” Beeck macht sich an den Grobschnitt

Von: Georg Schmitz
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Beecks Ortsvorsteher Heinz Küppers, Andreas und Mark Hellenbrand, Hubert Mones sowie Michael Schlösser greifen zur Kettensäge oder sammeln das geschnittene Astwerk auf. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Beeck. Derzeit laufen in der Region zahlreiche Maßnahmen zur Naturgestaltung, die noch im Einklang mit den bestehenden Gesetzen gebracht werden müssen. Denn nur noch bis Ende Februar dürfen Abholzung und Grobschnitte an Bäumen und Sträuchern vorgenommen werden.

Ab dem 1. März ist zum Schutz der brütenden Vögel und der „Kinderstuben” der übrigen Tierwelt nur noch ein so genannter Pflegeschnitt oder Schönheitsschnitt erlaubt.

Das wissen auch die Naturschützer der Interessengemeinschaft Dorfverschönerung Beeck, die in diesen Tagen mit 15 kräftigen Männern dem Wildwuchs zu Leibe rückten.

Seit mehr als 20 Jahren räumt die Gemeinschaft kurz vor Beginn des Frühjahrs im Golddorf ordentlich auf. Beeck hat zwar nur 518 Einwohner, jedoch sind davon alleine 250 Mitglieder im Dorfverschönerungsverein. Jeder zweite Bürger identifiziert sich also mit der Dorfgemeinschaft und seiner Heimat.

Das freut Detlef Kerseboom ungemein, denn der ist seit mehr als zehn Jahren Vorsitzender der Interessengemeinschaft. „Alle drei Jahre werden die Kopfweiden hier am Vockeswaeg komplett beigeschnitten”, erzählt Detlef Kerseboom, während sich Ortsvorsteher Heinz Küppers mit Andreas und Mark Hellenbrand, Hubert Mones sowie Michael Schlösser an die Arbeit machen.

Sie rücken mit Kettensägen den zwölf Kopfweiden zu Leibe und beginnen mit dem Entasten. Bei Temperaturen knapp über null Grad sind die anderen Männer an verschiedenen Stellen in Beeck ebenfalls mit Schneidemaßnahmen beschäftigt.

So beispielsweise am Immendorfer Fließ und am Hetzberg, wo auch Totholz zu entfernen ist.

Daneben wird immer Müll und Unrat gesammelt, aufgenommen und später entsorgt. Dabei kommen aber zumeist keine riesigen Müllberge zusammen, denn das ganze Jahr über achten die Beecker in ihrem schmucken Dorf auf Sauberkeit.

Kurs an der Kettensäge

Während dieser Aktion findet unweit ein Kettensägenlehrgang statt. Hier wird auch den Angehörigen der Interessengemeinschaft der fachgerechte Umgang mit diesem Werkzeug vermittelt, damit sie bald selber Hand anlegen können.

Nachdem das „Grobe” nun erledigt worden ist, will die Gemeinschaft Anfang März noch einen Schönheitsschnitt vornehmen. „Damit unser Golddorf”, freut sich Detlef Kerseboom, „pünktlich zum Frühjahr in neuem Glanz erstrahlt.”
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