Glitzerstaub und buntes Papier: Der eigene Weihnachtsbaumschmuck

Von: Andrea Schever
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Jesse Waldmann (6) und seine Mutter Angela sind stolz auf ihren selbst gebastelten Weihnachtsbaum-Schmuck und freuen sich auf das Dekorieren. Inspiration für die Christbaum-Anhänger. sammelte Mutter Angela im Internet. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Teveren. Das große Fest rückt in greifbare Nähe. In nur vier Tagen ist Heiligabend und es wird Zeit, dass auch die letzten endlich ihre Weihnachtsbäume ins Haus holen und schmücken. Darauf freut sich auch Familie Waldmann aus Teveren und bastelt fleißig, damit der grüne Baum zu Jesu Geburt schön dekoriert sein wird.

Aus Pappe, Glitzerzeitung und Zeitungspapier basteln sie Weihnachtsbaum-Anhänger. Wie die meisten Familien haben natürlich auch sie die traditionelle Kiste im Keller mit Glaskugeln und anderen Ornamenten für den Baum, aber für die kreative Familie lässt sich mit selbst gebasteltem Schmuck der Charm des Weihnachtsbaums für Groß und Klein noch steigern.

In gewohnt reibungsloser Zusammenarbeit teilen sich die beiden die Arbeit: „Ich male die Sterne auf und du schneidest aus und klebst sie zusammen, in Ordnung Jesse?“, fragt Mutter Angela. Einem Nicken des frisch eingeschulten Jungen folgt ein Warten auf den Tonkarton, den er dann mit sichtlich viel Spaß in Form bringt. Mit dickflüssigem 3-D-Kleber, den er kaum aus der Tube bekommt, setzt Jesse die Sterne dann passend aufeinander und drückt sie ein wenig fest. Die Idee mit dem Zeitungspapier hat Mutter Angela aus dem Internet, wo sie oft fündig wird. Kaum ist dann noch das braune Band eingefädelt und verknotet, halten Mutter und Sohn den ersten selbst gebastelten Christbaumschmuck in Händen und machen sich direkt an die nächste Ladung, damit der Baum auch voll wird.

Liturgischer Gedenktag

Die Tradition des Weihnachts- oder Christbaumes ist, wie die meisten Traditionen, alt und schwer in ihrem Ursprung zu ergründen. Manche vermuten, dass der Brauch sich aus dem Paradiesbaum, einem Laubbaum, der zu Heiligabend in Kirchen aufgestellt wurde, um den liturgischen Gedenktag Adams und Evas zu begehen, entwickelte. Dass so im 15. Jahrhundert der erste Weihnachtsbaum entstanden sei, ist nicht zu belegen, doch finden sich Quellen mit geschmückten Tannenbäumen aus dem frühen 16. Jahrhundert. In der Neuzeit breitete sich der Brauch des Baums dann rasant in Deutschland und von dort aus in die ganze Welt aus.

Es darf gematscht werden

Wird in der Familie Waldmann gebastelt, gilt ein besonders für den Sohnemann angenehmes Prinzip, erklärt Mutter Angela: „Wenn wir basteln, darf gematscht werden.“ Deshalb ist der sonst so ordnungsliebende Jesse dann auch nicht zimperlich, wenn er mit Glitzerstaub arbeitet. Auf den Kleber wird gleich die gesamte Packung gekippt und vorsichtig mit den Fingern verteilt – den überschüssigen Rest kann man ja mit einem Trichter wieder einfüllen.

Neben den Anhängern für den diesjährigen Weihnachtsbaum basteln Mutter und Sohn jedoch auch noch einiges anderes in der Vorweihnachtszeit. So viel, dass es dem Sechsjährigen schwer fällt, noch alles aufzuzählen. Sowohl der Adventskalender im Flur, als auch die Fensterdeko in der Küche sowie zahlreiche andere kleine Deko-Elemente stammen aus eigener Produktion. Und daran hat Jesse durchaus Spaß, berichtet die Mutter stolz. Wie bei jedem anderen Kind sei sicher irgendwann immer ein Punkt erreicht, an dem die Lust verschwindet, aber bis dahin beschäftigt sich der Junge prächtig mit den Bastelutensilien. „Er bastelt gerne frei, das heißt, er benutzt nur ungerne Bastelbücher mit Vorlagen. Er schneidet einfach drauf los und bastelt, was er will.“

Für Mutter Angela ist es wichtig, Kindern die Möglichkeit zum selbstbestimmten Basteln zu lassen: „Kinder sollen sich kreativ frei entfalten können, denn das ist die beste Möglichkeit, sie allgemein zu kreativem Arbeiten zu motivieren.“

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