Übach-Palenberg - Glasfaser-Verteilerstation für schnelles Internet

Glasfaser-Verteilerstation für schnelles Internet

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Da schwebt sie noch, die Verteilerstation, mit dem die schnelle Glasfaser-Internetverbindung in Scherpenseel erst möglich gemacht wird.

Übach-Palenberg. Selten dürfte „Pop“ so viel Zuspruch in Scherpenseel gefunden haben, wie Freitag früh. Schon um acht Uhr rollte ein Tieflader mit einer 20 Tonnen schweren Verteilstation, dem so genannten „Point of Presence“ in die Fletstraße ein.

Der Bediener des zusätzlich angerückten 100-Tonnen-Autokrans wartete wie die rund 20 Anwesenden nur darauf, dass die Sicherungsketten entfernt wurden und konnte den verklinkerten Stahlbetonbau flugs in die vorbereitete Baugrube setzen.

Zuvor hatte Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch einen „Glückscent“ an unbekannter Stelle versenkt, um dem Bau das nötige Glück zu wünschen. Glück brauchten bislang auch die Menschen in dem an die Niederlande grenzenden Stadtteil, wenn sie schnelles Internet wünschten. Anders als die Nachbarn auf der anderen Seite, bei denen schnelles Internet auch über Glasfaser zum Alltag gehört, mussten sich Scherpenseeler eher mit steinzeitlichem Modemtempo auf unterstem DSL-Niveau begnügen.

Erst mal Bauferien

Damit ist spätestens zum Jahresende Schluss, wie die Deutsche Glasfaser auf Anfrage mitteilte. So ist die fertig angelieferte Station zwar in einer Viertelstunde installiert, doch die nötigen Einzelverbindungen für jeden dann ans rasend schnelle Glasfasernetz angebundenen Haushalt brauchen noch ein wenig Installationszeit.

In den Bauferien zum Sommer wird in Scherpenseel jedenfalls nicht viel passieren. Danach soll es aber zügig weitergehen und jeder, der Glasfaser gebucht hat, bei Geschwindigkeiten von mindestens 100 MBit pro Sekunde durchs weltweite Netz fliegen können, statt wie bisher gewohnt, sich mit Schneckentempo durch digitale Inhalte zu bewegen.

Der Übergabepunkt, der als Technikzentrale gut 2000 Haushalte in Scherpenseel mit dem nötigen Zugang versorgen kann, sollte zunächst einen anderen Standort direkt an der Heerlener Straße 213 bekommen. Doch da es bei dem mit purer Technik – und entsprechenden Lüftern für die entstehende Abwärme – ausgestatteten Gebäude auch sehr geringe, dennoch in einer Umgebung von wenigen Metern wahrnehmbare Betriebsgeräusche geben kann, entschlossen sich die Stadt als Genehmigungsbehörde und die Deutsche Glasfaser als Investor kurzfristig für einen anderen Platz, nämlich nahe des Sportgeländes am Scheleberg.

Schöner Nebeneffekt ist auch, dass der alte Kirmes-Stromkasten, der von den lokalen Schützen schon länger nicht mehr benötigt wird, nun eine wichtige Aufgabe der Stromversorgung für die Glasfaserverbindungen bekommt.

Für die anwesenden Vertreter der Bürgerinitiative, die sich von Beginn an für einen raschen Ausbau der Glasfaserverbindungen eingesetzt hatte, ist am Freitag auf jeden Fall ein Tag gewesen, den sie gerne im Bild festgehalten haben. Auch wenn das Ganze nur 15 Minuten dauerte und der Tross mit Autokran und Tieflader zwei Stunden später schon in Rath-Anhoven gesichtet wurde, gilt die Aktion als technisch-medialer Wendepunkt für die Bewohner des Stadtteils Scherpenseel.

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