Glasfaser: Gewerbe hält sich bislang zurück

Von: jpm
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Glasfaser-Baustelle im Kreisgebiet: Während manche Unternehmen offenbar keinen ausreichenden Nutzen für sich erkennen, ist der Ausbau unter den Kommunen und Gebietskörperschaften begehrt. Foto: Bienwald

Geilenkirchen. Noch ist keine Entscheidung darüber gefallen, ob Geilenkirchens Gewerbegebiete von der Deutschen Glasfaser Holding GmbH mit modernen Internetleitungen versorgt werden. Der bisherige Rücklauf von Seiten der angesiedelten Unternehmen brachte bislang offenbar nicht die erhoffte Resonanz. Das teilt die Heinsberger Niederlassung der Deutschen Glasfaser auf Anfrage mit.

Anfang März dieses Jahres war die Deutsche Glasfaser mit einer Informationsveranstaltung auf die Unternehmer aus den Gewerbegebieten Fürthenrode, Niederheid und Selka zugegangen. Sobald 60 an der Zahl verbindlich zugestimmt hätten, hieß es damals, könne der Startschuss fallen. Nachfragebündelungen dieser Art sind ein Grundpfeiler des Geschäftsmodells der Deutschen Glasfaser, um die Wirtschaftlichkeit einzelner Bauabschnitte sicherzustellen.

Offenbar wurde das genannte Ziel in den drei Gewerbegebieten bislang jedoch klar verfehlt. Nur 30 statt 60 Unternehmen haben unterschrieben. Vom Tisch ist das Projekt aber offensichtlich dennoch nicht. „Um Geilenkirchen trotzdem an unser Netz anzuschließen, befinden wir uns momentan in Gesprächen mit unseren Partnern aus dem Baugewerbe“, sagt der zuständige Mitarbeiter Daniel Hirsch. Dass eine solche Lösung gefunden wird, wäre nicht zuletzt im Sinne der städtischen Wirtschaftsförderung, die sich eine deutliche Aufwertung der Gewerbegebiete verspricht.

Jenseits der Kreisgrenzen treibt die Deutsche Glasfaser derweil ihre Expansion voran. Wie diese Woche mitgeteilt wurde, werden im Rahmen eines Wachstumsprogramms 450 Millionen Euro in die Hand genommen. Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen dem bisherigen Mehrheitseigner Reggeborgh (Niederlande) und der internationalen Beteiligungsgesellschaft KKR, die vergangenen Freitag unterschrieben wurde.

KKR ist demnach nun neuer Mehrheitseigner der Deutschen Glasfaser, der Ausbau in Deutschland soll noch in diesem Jahr beschleunigt vonstatten gehen. Die personelle Konstellation in Geschäftsführung und Management bleibe unverändert.

Unternehmenssprecherin Gerda Meppelink unterstrich vor dem Hintergrund der neuen Vereinbarung erneut den Anspruch der Deutschen Glasfaser, in Deutschland Marktführer beim Glasfaser-Ausbau zu werden. Man erhalte Anfragen von Gemeinden und Kommunen aus sämtlichen Bundesländern, die Auftragsbücher seien voll.

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