Glasfaser-Anbieter buddeln in Holthausen um die Wette

Von: jpm
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Übach-Palenberg. Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser hat eine Nachfragebündelung für die Übach-Palenberger Gewerbegebiete Weißenhaus und Holthausen gestartet.

Zu diesem Zweck fand am Mittwoch ein sogenanntes Unternehmerfrühstück im Carolus Magnus Centrum statt. Lokale Firmeninhaber konnten hier die wichtigsten Fragen zu den Rahmenbedingungen erfragen. Ziel der Unternehmensgruppe ist es, 50 Prozent der Unternehmer als Kunden zu gewinnen, was als absolute Zahl 20 Firmen entspricht.

„Ein Glasfasernetz stellt für Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar und die Stadt Übach-Palenberg wird als Wirtschafts- und Unternehmensstandort enorm an Attraktivität gewinnen“, wirbt die Unternehmensgruppe. Die Deutsche Glasfaser hat zu diesem Zweck eine eigene Hotline eingerichtet (Telefon 01806/4091000), ferner steht der zuständige Mitarbeiter Daniel Hirsch für Rückfragen per E-Mail (d.hirsch@deutsche-glasfaser.de) zur Verfügung.

Deutlich verfehlt

Das Prozedere ist auch vielen Geilenkirchener Unternehmern bekannt. Für die Gewerbegebiete Fürthenrode, Niederheid und Selka fand auch hier vor knapp einem Jahr ein Unternehmerfrühstück als Startschuss für die Nachfragebündelung statt. Die vorgesehene Quote an teilnehmenden unternehmen wurde zwar deutlich verfehlt, dennoch gab die Deutsche Glasfaser im August bekannt, dass man den Ausbau vornehme.

Telekom kommt ins Beyelsfeld

Unterdessen haben sich allerdings auch andere Anbieter nach Übach-Palenberg vorgewagt. So hatte die Stadt vor wenigen Wochen von der Deutschen Telekom die verbindliche Zusage erhalten, das Neubaugebiet Beyelsfeld mit zeitgemäßen Internetleitungen zu versorgen. Noch vor wenigen Jahren wäre es mindestens unwahrscheinlich gewesen, dass der Bonner Großkonzern einen für seine Verhältnisse so kleinen Auftrag annimmt. Genau diese Marktlücke machte die Deutsche Glasfaser ja einst zu ihrem Geschäftsmodell.

Vom Bordstein bis ins Haus rein

Doch noch ein weiterer Akteur gräbt in Übach-Palenberg. Just zu Beginn dieser Woche teilte der Anbieter NetAachen mit, dass man den Glasfaserausbau in Holthausen abgeschlossen habe. Ab sofort werde für 271 Wohn- und 56 Gewerbeeinheiten der Wechsel auf schnellere Leitungen angeboten. Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde seien möglich. Nach Boscheln handele es sich um den zweiten Übach-Palenberger Stadtteil, der versorgt worden sei. Unter Telefon 0800/2222333 oder www.netaachen.de können Interessenten Kontakt aufnehmen.

Dennoch will die Deutsche Glasfaser in dem Gewerbegebiet ein eigenes Netz legen. Dieses hätte einen wesentlichen technischen Unterschied: Während NetAachen die Leitungen lediglich bis zum Bordstein legt und dort an die alten Kupferleitungen anschließt („Fiber to the Curb“), legt die Deutsche Glasfaser die Leitungen bis in die Unternehmensniederlassungen hinein („Fiber to the Business“). Dieses Modell erfordert freilich wesentlich umfangreichere Tiefbauarbeiten. Daniel Hirsch sagt, dass die Deutsche Glasfaser eine Bandbreite von mindestens 100 Megabit vertraglich garantiere.

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