Geilenkirchen - „GK. LifeArt“: Künstler reisten durch die ganze Welt

„GK. LifeArt“: Künstler reisten durch die ganze Welt

Von: Udo Stüßer
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Tom Solty ist mit der Sprühdose in der ganzen Welt unterwegs. Diesen Brückenpfeiler hat er in Indien gestaltet und dann fotografiert.
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Karin Försters Bilder sind bunt und lustig. Foto: Udo Stüßer
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Christa Abels präsentiert Kuscheltiere. Foto: Udo Stüßer
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Maria Hell arbeitet mit Filz: Taschen, Hüte, Kleider und Jacken präsentiert sie dann auf Märkten.
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Den Sportpark Loherhof nutzen die Oldtimer-Freunde gestern bei ihrer Rallye für eine Mittagspause.

Geilenkirchen. „Was ich mit Worten nicht ausdrücken kann, male ich“, sagt die aus Geilenkirchen stammende Künstlerin Claudia Grafen. Was sie nicht mit Worten ausdrücken kann, ist ihre Faszination für den Aachener Dom. Diese Faszination ist so groß, dass gleich eine ganze Bilderserie entstanden ist.

Aus einiger Entfernung sehen ihre Werke wie großformatige abstrakte Gemälde aus. Doch ganz so abstrakt sind ihre Bilder aus Acryl auf Leinwand nicht, beim näheren Betrachten erst wird der Dom sichtbar. Dass die Innenarchitektin die Natur liebt, sieht man anderen Bildern an. Die Allee im Herbst, die Schafe, die Landschaften. Claudia Grafen liebt Spanien, auch dort malt sie, auch dort stellt sie aus.

Claudia Grafen ist eine von mehr als 20 Künstlern, die ihre Werke am Sonntag bei der 14. „GK.LifeArt“ im Sportpark Loherhof präsentierten.

Seit mehr als zehn Jahren ist Claudia Grafen dabei und lobt die lockere Atmosphäre. „Hier geht es ganz ungezwungen zu. Ich kenne viele Besucher, die gezielt zu meinem Stand kommen“, sagt sie, während sie auch von ihrem nächsten Aufenthalt in Spanien erzählt. „Man muss immer in Bewegung bleiben“, sagt sie.

Einer der ebenfalls ständig in Bewegung ist, ist der 25-jährige Tom Solty. Viele kennen ihn noch aus der Zeit, in der er als jugendlicher Sprayer so manche Wand in Geilenkirchen mit der Sprühdose künstlerisch gestaltet hat. Damals war er 15 Jahre alt. Zwischenzeitlich hat er in Maastricht Illustration studiert und lebt und arbeitet als Produkt-Designer in Berlin. In seiner Freizeit zieht es ihn in die ganze Welt. In Portugal, Schweden und Norwegen, in Indien und Südafrika hat er mit der Sprühdose gemalt. In Indien beispielsweise hat er Brückenpfeiler mit der Dose bearbeitet, dann Hunderte Male fotografiert. Ein herrliches Bild ist dann das Ergebnis. Vor Ort, ob in Afrika oder Indien, will er die Menschen in seine Kunstwerke einbeziehen, so sprühte er in Indien nicht einfach Buchstaben, sondern Symbole des Buddhismus.

Solty sprüht gerne in der ganzen Welt, dort, wo sich die Menschen über seine Farbe noch freuen, dort, wo nicht Ordnung und Gesetz seine künstlerische Freiheit beschränken. Er reist ohne Hotelvorbuchung, zieht durch die Straßen und will vor Ort die Menschen kennenlernen. So wie Bill in Johannesburg: Zehn Tage lang hat Bill dann den jungen Künstler aus Deutschland durch die Stadt geführt, hat ihm alte Lagerhallen gezeigt, deren ehemals grauen Wände heute Soltys Handschrift tragen. „Dort freuen sich die Leute noch, wenn ich male“, hat Solty festgestellt.

Nicht nur die Fotos zogen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Auch die Illustrationen und Tattoo-Motive von Soty faszinierten die Besucher.

Eher lustige Bilder zeigte die Grafik-Designerin Karin Förster. Auf ihren Acryl-Bildern sieht man Menschen. Dicke Menschen, dünne Menschen, Menschen mit Hut. Hauptsache, sie sind bunt und strahlen ein gewisse Fröhlichkeit aus.

Sie malt nicht nur Menschen, sondern auch Landschaften. Viele ihrer Motive verarbeitet sie dann zu Grußkarten. Auch mit Acryl bemalte Steine findet man bei ihr. Taschenschmeichler nennt Karin Förster sie. „Die soll man in die Hand nehmen, wenn man nervös ist“, sagt sie.

Es waren nicht nur Maler – Profis und Hobbykünstler – die ihre Werke im Sportpark Loherhof präsentierten. Christa Abels beispielsweise fertigt liebvoll Kuscheltiere aus Baumwollstoff an, der mit Schafswolle gefüllt wird. So ent–stehen niedliche Hasen, Mäuse, Igel, Enten, Schafe und Bären. Seit 25 Jahren betreibt die Geilenkirchenerin dieses Hobby und zeigt das Ergebnis ihrer Arbeit auf Handwerker- und Weihnachtsmärkten.

Derweil präsentierte Maria Hell handgefertigte Mode und Accessoires aus Filz. Hüte, Schals, Jacken, Kleider und Taschen, alles gibt es bei ihr aus Filz. Gerne berichtete sie den Besuchern am Stand, wie sie ein großes Wollknäuel zupft, mit Wasser und Seife verfilzt, mit nassem Lappen walkt, bis sie das Produkt verarbeiten kann.

Wer bei so viel Kunst eine Pause im Freien einlegen wollte, konnte sich vor dem Sportpark zur Mittagszeit über die große Oldtimer-Kolonne freuen, denn die Grenzland-Rallye legte hier bei der Fahrt durch den Kreis Heinsberg eine Pause ein.

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