„GK Kulturgut!“: Künstler zeigen Kraft und Vielfalt der Elemente

Von: mabie
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Mit Texten und Musik untermalte die Eröffnungsaktion bei der Vernissage der „Vier Elemente“ im Haus Basten unter anderem mit Prof. Walter Verwoert (blauer Pulli) die Vielseitigkeit der künstlerischen Umsetzung. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Waren, Einkaufswagen, Klänge und staunende Gesichter: Das waren nur vier Eindrücke, die bei der Vernissage der „Vier Elemente“ des Vereins „GK Kulturgut!“ am Sonntag eine wichtige Rolle spielten.

Doch statt nur die vier Grundelemente Wasser, Erde, Feuer und Luft als Protagonisten für die Kunstwerke zu verwenden, ließen die insgesamt 13 Künstler ihre geballte künstlerische Kreativität auch auf andere Materialien wirken.

Traditionell war bei der Ausstellung im Haus Basten am Friedlandplatz nichts bis auf die Tatsache, dass die Werkschau direkt an den Anfang des neuen Jahres gestellt wurde. Mit viel Vorarbeit durch die Künstler und mit tatkräftiger Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Geilenkirchen unter Leitung von Gort Houben und der Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Leo Kuhn war es aber nicht alleine getan.

Denn schon im Vorfeld hatten die Künstler für Aufsehen in der Stadt gesorgt, waren sie doch in schwarzen Roben und mit vier Einkaufswagen samt Inhalt über einen Zebrastreifen an der Haihover Straße gewandert. Kunsthistorikerin Dr. Dagmar Preising, die fachlich in die Ausstellung einführte, sah darin eine wundervolle Hommage an die Kunst der 1960er-Jahre. Der Bezug zu den Elementen, die schon in der antiken Philosophie Anlass zu tiefgreifenden Betrachtungen gaben, inspirierten Preising zu einer individuellen Betrachtung der Herangehensweise jedes einzelnen Beteiligten.

Nach der Interpretation der vier Elemente über die vier Windrichtungen und das menschliche Gemüt wagten diese auch Seitenblicke auf die Astrologie, die Tierwelt und die Landschaften. Farbe spielt auch eine Rolle. „Jedes einzelne Element kann einer Farbe zugeordnet werden, es gibt aber auch die Negierung der Farbe in dieser Ausstellung, wodurch die Form gewinnt“, so Preising.

Die Zuordnung von Farben war für sie eine Chance, tradierte Betrachtungen der Elemente aufzubrechen und so aus der individuellen Arbeit der 13 Künstler eine neue Einheit zu schaffen, in der jeder Beteiligte seinen klar definierten Beitrag leistete. Dazu gehörte sicherlich auch die Performance von Prof. Walter Verwoert mit musikalischer Begleitung von Noel Marzela an der elektrischen Gitarre und elementaren Gedanken von Kunstlehrerin Dr. Christiane Lork.

Klänge, Worte und Musik mischten sich in einem zufällig wirkenden, dennoch erdachten Rhythmus und brachten Gedanken und Sound in Einklang. Auf diese Weise konnte der Betrachter in aller Ruhe über Elemente und deren Bedeutung nachdenken. Das Ineinandergreifen der live eingespielten Instrumentalmusik mit den freien Texten und den Geräuschen, die Verwoert mit Hilfe von Trommelstöcken beispielsweise dem Geländer im Haus Basten entlockte, war aber nur einer der beeindruckenden Teile der Ausstellungseröffnung.

Viel mehr zogen die einzelnen Werke im Mix aus Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Sachkunst die Blicke der sicherlich gut 100 Gäste auf sich. Und dass dabei die vier Elemente mit Mineralwasserflaschen, Blumenerde, Feuerlöschern und Haartrocknern in den Einkaufswagen versinnbildlicht zum Teil der Schau wurden, regte die Diskussion um das Geschaffene nur noch weiter an.

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