Gitarrenkunst in Vollendung: „Los Ungaros” in Gangelt

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Zwei aus Ungarn, einer aus Per
Zwei aus Ungarn, einer aus Peru - „Los Ungaros”. Foto: Julia Wesely

Gangelt/Heinsberg. Ein spektakuläres Konzert im Gangelter Rathaus bildet den Abschluss der Veranstaltungen des Internationalen Gitarrenfestivals Heinsberg. Am Samstag, 1. Oktober, setzt mit den „Los Ungaros” aus Wien ein Gitarren-Trio der Spitzenklasse den Schlusspunkt hinter ein halbes Jahr mit Konzerten auf höchstem Niveau.

Ursprünglich war für das gemeinsam mit der Gemeinde Gangelt und dem Musikverein St. Hubertus vorbereitete Konzert das Beijing Guitar Quartet aus China vorgesehen. Das Ensemble musste aber bedingt durch den Handbruch eines Solisten kurzfristig absagen.

Mit den „Los Ungaros” konnten die Veranstalter deutlich mehr als nur einen Ersatz verpflichten. Das Ensemble gilt als eines der führenden Gitarrentrios. Es entstand an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst, einer der weltweit ersten Adressen der Instrumentalausbildung.

Während ihrer aufbauenden Studien taten sich hier 2006 mit Lajos Horváth, Gonzalo Manrique und László Szabó zwei ungarische und ein peruanischer Gitarrist zusammen, um mit ihrem Instrument neue Bereiche zu erschließen. Die Herkunft der gleichermaßen temperament- wie humorvollen Musiker spiegelt sich auch im launigen Namen des Ensembles wider. Dass es bei der Musik der drei Virtuosen um Gitarrenkunst in Vollendung geht, zeigt sich nicht nur in der Reaktion von Publikum und Kritikern bei den gefeierten Konzerten.

Das Trio gastiert inzwischen in international in renommierten Spielstätten, zu denen sich im kommenden Frühjahr auch der edle Wiener Musikvereinssaal gesellt. „Los Ungaros” präsentieren in ihren Programmen ein für die klassische Gitarre einzigartiges Repertoire, bestehend aus eigenen Bearbeitungen berühmter klassischer Meisterwerke, ausgewählten populären Stücken und Eigenkompositionen.

Mit der durch die kunstvollen Arrangements und den Einsatz von Prim- und Kontrabassgitarren buchstäblich fast grenzenlosen stilistischen Bandbreite gestalten die Vollblutmusiker ihre faszinierenden Konzerte. Dabei gesellt sich ein ungarischer Czardas zu südamerikanischen Klängen von Ernesto Nazareth, da folgt eine Sinfonia von J. S. Bach auf Kubanische Tänze von Cervantes und kontrastiert eine Eigenkomposition die spektakuläre Bearbeitung von Beethovens Klaviersonate „Pathetique”.

Das Konzert beginnt am kommenden Samstag um 20 Uhr im Forum des Rathauses. Eintrittskarten zu den beim Gitarrenfestival üblichen günstigen Preisen sind an der Abendkasse und bei allen an ein elektronisches Buchungssystem angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich, wobei es möglich ist, dass das Konzert noch unter dem ursprünglich vorgesehenen Programm („Beijing Guitar Quartet”) eingebucht ist, so die Organisatoren. Die Karten gelten jedoch für „Los Ungaros”.
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