Gillraths Ortsvorsteher unterstreicht Notwendigkeit einer Turnhalle

Von: Jan Mönch
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Bekommt Gillrath eine eigene Turnhalle? Nachdem der Beschluss aus dem Jahr 2010 über Jahre vor sich hinschlummerte, wird er nun zunehmend zu einem kleinen Politikum. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Der Ortsvorsteher von Gillrath, Hatterath, Nierstraß und Panneschopp, Peter Krückels (CDU), hat sich für den Bau der Gillrather Turnhalle ausgesprochen. „Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Notwendigkeit einer Turnhalle vorhanden ist“, stellte Krückels am Dienstag in einer Stellungnahme fest.

„Steigende Schülerzahlen und die steigende Zahl aktiver Sportler belegen eindeutig den Bedarf.“

Andererseits dürfe man „nicht blauäugig“ sein und müsse die zu erwartenden Kosten „vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen“ betrachten. Schließlich seien seit dem Beschluss, die Turnhalle zu bauen, viele Jahre ins Land gezogen und die finanzielle Situation der Stadt nicht mehr dieselbe. Dennoch solle der Beschluss aus dem Jahr 2010 baldmöglichst umgesetzt werden, schon um die Arbeit der Sportvereine des Dorfes zu würdigen und den Schülern eine eigene Sportstätte zu bieten.

Krückels, der betont, auch im Sinne der Gillrather CDU zu sprechen, in deren Vorstand er Beisitzer ist, übt damit nicht nur Druck auf Rat und Verwaltung, sondern auch und gerade auf die eigene Ratsfraktion aus. Denn gemeinsam mit der SPD hatte die CDU vergangene Woche zumindest vorläufig verhindert, dass die Halle gebaut wird. Während „Geilenkirchen bewegen! und FDP!“, Bürgerliste und „Für GK!“ beantragt hatten, zur Tat zu schreiten, wollte die schwarz-rote Quasi-Koalition erst einmal eine Kostenschätzung und eine neue Bedarfsanalyse haben, was sie mit ihrer Mehrheit im Stadtrat auch durchsetzte. Die alte Analyse sei schließlich schon sieben Jahre alt.

Die Stellungnahme von Ortsvorsteher Krückels steht dem zwar nicht direkt entgegen, schließlich hält auch er die Kostenschätzung für sinnvoll. Als Warnschuss geht sie aber trotzdem durch, lässt sie sich doch so zusammenfassen: Eine neue Kostenschätzung ist schön und gut – aber die Halle soll auf jeden Fall her.

Dass überhaupt ein zweites Mal nach 2010 über den Bau abgestimmt werden muss, hängt mit dem Haushaltssicherungskonzept zusammen, in das die Stadt zwischenzeitlich geraten war. Dies hatte dazu geführt, dass der Beschluss ausgesetzt wurde. Die Fraktionen hinter dem Antrag sind aber der Meinung, dass die Stadt wieder voll handlungsfähig sei und der Beschluss von 2010 endlich umgesetzt werden sollte.

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