Gillrath hat eine Querungshilfe – für Junge und Gesunde

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
6787140.jpg
Gerd Latour (vorne rechts), Helmut Gerads (vorne links) und weitere Gillrather wünschen sich eine schnelle Absenkung des Bürgersteiges an der neuen Querungshilfe. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Gillrath. Nach jahrelangen Bemühungen hat Gillrath seit vier Wochen die lang ersehnte Querungshilfe. Der Landesbetrieb Straßen NRW hat diese in Höhe der Kirche zwischen Wendehammer Pfarrer-Lowis-Straße und dem Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung eingerichtet, um ein gefahrloses Überqueren der stark befahrenen Karl-Arnold-Straße (B56) zu ermöglichen.

„Das ist ein optimaler Platz für die Querungshilfe“, sind sich die Stadtverordneten der Bürgerliste, Helmut Gerads, Gerd Latour und Franz Beemelmanns einig. Von hier aus könnten die Menschen bestens die Kirche und Poststelle auf der einen sowie das Forum im Pfarrhaus und den Friedhof erreichen.

„Schon jetzt wird der Übergang von der Bevölkerung viel genutzt“, freut sich Gerd Latour. Die Gillrather hätten sich seit Jahren eine Hilfe zum Überqueren der B56 gewünscht. Im Juli 2012 hatte die Bürgerliste einen Antrag an die Stadt Geilenkirchen gestellt und den Sachverhalt dargelegt. An dieser Stelle werde die Karl-Arnold-Straße täglich von 15.000 Kraftfahrzeugen befahren. „Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung, die die Straße überqueren möchten, können dies nur äußerst verunsichert und ängstlich“, lautet es in dem Antrag. Vor einem Monat hat der Straßenlastträger nun reagiert und die Querungshilfe installiert.

Alles bestens, mag der Betrachter meinen, aber: Die fehlende Barrierefreiheit ist nun ein Stein des Anstoßes, denn der Bürgersteig ist auf beiden Seiten nicht abgesenkt worden. „Der Übergang muss natürlich behindertengerecht gestaltet werden, damit Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen und Fahrrad gefahrlos die andere Seite erreichen können“, sagt Helmut Gerads.

Der Behindertenbeauftragte der Stadt Geilenkirchen, Heinz Pütz, sei mit im Boot und fordere die Absenkung des Gehweges ebenfalls. „Wir befinden uns erst in einer Testphase“, erklärt Rainer Gies von der Regionalniederlassung Niederrhein des Landesbetriebs Straßenbau dazu. Zusammen mit der Stadt Geilenkirchen habe sich der Betrieb bereits vor Ort umgesehen und festgestellt, dass die meisten Menschen die Straße in Höhe des Blumengeschäftes überqueren würden.

Halten nicht mehr möglich

Die Einrichtung einer Querungshilfe an dieser Stelle sehe er aber als problematisch an, weil dann ein Halten von Fahrzeugen vor den Geschäften nicht mehr möglich sei. Außerdem sei die Fahrbahn vor dem Blumengeschäft aufgrund der dort beginnenden Linksabbiegerspur nach Birgden wesentlich breiter. „Wir sind mit der Stadt Geilenkirchen überein gekommen, bis zum Frühjahr zu testen, ob die Querungshilfe an der jetzigen Stelle in Höhe der Kirche von den Bürgern angenommen wird“, so Rainer Gies. Sollte dies der Fall sein, werde der Bürgersteig selbstverständlich abgesenkt, so dass die Barrierefreiheit gewährleistet sei.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert