Giftgrüner Tanga sorgt für Lachkrämpfe

Von: agsb
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Zwei Jubilare knapp bekleidet in Aktion: Werner Jansen als Wotan schaut sich genau an, was Emily (Sandra Nobis) zu bieten hat. Foto: agsb
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Die Dorfbühne mit den Jubilaren Werner Jansen und Sandra Nobis. Foto: agsb

Birgden. Zwar fiel gegen 22 Uhr der Vorhang bei der Premiere des diesjährigen Stückes „Resturlaub im Ladyhort“ der Dorfbühne Birgden, jedoch öffnete sich dieser danach gleich wieder. Und das nicht nur, weil die Laiendarsteller erneut ein meisterhaftes Theaterstück präsentiert hatten und den Applaus des Publikums besonders auskosten wollten.

Zwei Mitglieder des Ensembles standen nach der Vorstellung noch einmal besonders im Mittelpunkt. Der Birgdener Ortsvorsteher Stefan Palloks (CDU) gratulierte zunächst dem gesamten Ensemble und stellte dann zwei „Rampensäue“ der Dorfbühne in den Mittelpunkt. Sandra Nobis ist seit 25 Jahren dabei und einfach nicht wegzudenken aus dieser Truppe. Werner Jansen ist sogar schon seit 50 Jahren in den unterschiedlichsten Rollen auf der Bühne aktiv und seit vielen Jahren auch die Regie führt. Beide erhielten nicht nur Urkunde und Präsente, erhielten tosenden Applaus der zahlreichen Besucher.

Diesmal hat Werner Jansen eine Rolle, die sich wohl jeder Mann wünscht, die jedoch durchaus stressig werden kann. Als Wotan hat er plötzlich drei Frauen – und jede will ihn für sich haben. Von seinem Sohn (gespielt von Thomas Jansen) wird Wotan in ein Seniorenheim untergebracht, Gattin Sylvia (Stefanie Heinen-Gransch) hat ihn verlassen.

Das Heim entpuppt sich als „Ladyhort“, die drei durchgeknallte Ladies Emily (Sandra Nobis), Ella (Claudia Geraets) und Elke (Katrin Görtz) haben das Kommando in der Wohngemeinschaft und sind auf Männersuche.

Alle drei leben ihre Hippie-Vergangenheit weiter und buhlen nun um Wotan. Die Vermieterin (Yvonne Tholen) schaut regelmäßig mal vorbei, sie möchte nur ihre Zimmer gut vermietet wissen. Es spielen sich brüllend komische Szenen ab. Im Publikum brachen Lachkrämpfe aus, als Wotan im Bademantel auftaucht, dabei aber sein giftgrüner Tanga sichtbar ist. Alle drei Damen reizen mit allem, was sie haben, und Wotan scheint das Leben regelrecht zu genießen. Wäre da nicht eine Labormaus, die dauernd durch das Zimmer huscht und Wotan auf den richtigen Weg zurück zur Gattin bringen möchte. Allerdings sieht Wotan zunächst keinen Grund, im quirligen Ladyhort seine Zelte abzubrechen.

In dem sehr amüsanten Dreiakter lässt es die Dorfbühne wieder krachen. Die Zuschauer in der Mehrzweckhalle waren mehr als begeistert, erlebten fast zweieinhalb Stunden Unterhaltung pur. Sie erlebten eine turbulente Geschichte im Leben eines Mannes, wobei der Garant für den Erfolg die perfekte Besetzung der Rollen war. Die neuen Mitglieder der Theaterfreunde überzeugten jedenfalls auf Anhieb.

Noch zwei Vorstellungen

Weiter geht am kommenden Wochenende mit dem letzten Theaterwochenende in dieser Spielzeit. Am Samstag, 4. Februar, öffnet sich der Vorhang um 19.30 Uhr, am Sonntag, 5. Februar, um 18 Uhr. Karten sind im Vorverkauf im Kiosk bei Heike und Rudi, bei Textilien Grosswardt und bei Irmgard Nobis (Starzend 36) sowie an der Abendkasse erhältlich.

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