Geilenkirchen/Gangelt - Gezielte Investitionen bei stabilem Wasserpreis

Gezielte Investitionen bei stabilem Wasserpreis

Von: g.s.
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Geschäftsführer Georg Wichert und auch das Verwaltungsteam des Wasserwerks Gangelt - hier mit Kathrin Schröder, Petra Schwidder, Svenja Wichert und Renate Mols (v.l.) - sind mit ihren Kunden zufrieden, dass die Trinkwasserpreise nicht erhöht werden müssen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Gangelt. Rund 60.000 Menschen erhalten ihr wichtigstes Lebensmittel, das Trinkwasser, vom Wasserwerk Gangelt. Das Versorgungsgebiet umfasst die Kommunen Gangelt, Geilenkirchen, Selfkant und die Ortschaft Brachelen der Stadt Hückelhoven.

Georg Wichert, Geschäftsführer des Wasserwerks mit Firmensitz in Geilenkirchen, kann den Verbrauchern jetzt eine freudige Nachricht aus der zurückliegenden Gesellschafterversammlung übermitteln. Die Versammlung folgte der Empfehlung des Aufsichtsrats, die vorsieht, den Preis für das Trinkwasser im Jahr 2011 nicht zu erhöhen.

Aus den sechs Brunnen in den Umfeldern von Gillrath und Niederbusch fördert das Wasserwerk Gangelt jährlich 3,9 Millionen Kubikmeter Trinkwasser. „Wir verwenden kein Chlor und auch keine anderen Zusatzstoffe”, weist Georg Wichert auf die Naturbelassenheit des heimischen Wassers hin.

In der Gesellschafterversammlung wurde auch der Wirtschaftsplan 2011 verabschiedet, wobei Aufwendungen und Erträge mit jeweils 6049000 Euro eingeplant sind. Der Vermögensplan sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von je 2.207.700 Euro vor. Georg Wichert konnte zudem vermelden, dass im Jahr 2010 die Restarbeiten am neuen rund 5000 Kubikmeter umfassenden Trinkwasserbehälter in Niederbusch abgeschlossen werden konnten. Das Investitionsvolumen betrug hier 2,3 Millionen Euro.

Mit einem Kostenaufwand von etwa 800.000 Euro wurde auch die Belüftungsanlage in Niederbusch erneuert. Für 720.000 Euro hat das Wasserwerk Gangelt im Vorjahr zudem sieben Kilometer Rohrnetz im Versorgungsgebiet erneuert oder erweitert. Für das Jahr 2011 sind weitere Investitionen in das Rohrnetz in Höhe von 680.000 Euro geplant. Georg Wichert: „Alle Maßnahmen tragen erheblich zur Versorgungssicherheit bei.”

Nachdem das neue Trinkwasserreservoire in Niederbusch in Betrieb gegangen ist, wird nun der alte Behälter im laufenden Jahr für rund 320000 Euro komplett überholt. „Pünktlich zur verbrauchsstarken Zeit wird der dann sanierte Behälter im Mai wieder in Betrieb sein”, ist sich der Geschäftsführer sicher. Der Umbau der bestehenden Pumpstation Prummern in eine „Druckerhöhungsstation” mit einer Investition von ca. 150.000 Euro schließt die geplanten Investitionen für das Jahr 2011 ab.

Georg Wichert erläuterte, dass Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung über den Umstand erfreut waren, dass das Wasserwerk Gangelt die Baumaßnahmen und den laufenden Betrieb auch im Jahr 2011 überwiegend aus Eigenmitteln finanzieren kann und keine Wasserpreiserhöhung ansteht.

Die Gremien sahen sich ebenfalls bestätigt in ihrem Vorgehen, vor Jahren den Weg für eine weitere Eigenständigkeit des Wasserwerks Gangelt geebnet zu haben. Dadurch sei die kommunale Daseinsvorsorge ohne Beteiligung Dritter in der hiesigen Wasserversorgung gestärkt worden.
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