Gewagte Sprünge von markanten Hügeln

Von: g.s.
Letzte Aktualisierung:
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Kollektives Bearbeiten der Dirt-Bike-Anlage war angesagt, nachdem die sprungbegeisterte Fahrradjugend von der Stadt Geilenkirchen Grünes Licht für einen Umbau in Eigenarbeit bekommrn hatte. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Wir sind dabei, die Line nach unseren Vorstellungen zu modellieren”, kündigt Florian Krell an. Er ist das Sprachrohr für die Dirt-Biker, die jenseits des Theodor-Heuss-Rings im kleinen Teil des Wurmauenparks seit zwei Jahren ihrer radsportlichen Betätigung nachgehen.

Kürzlich hatten sich die Mountainbike-Akrobaten über den desolaten Zustand der von Hügeln geprägten Sprunganlage beschwert. Die Stadt Geilenkirchen reagierte schnell und suchte den Kontakt zu den Jungs.

Bei einem Gespräch auf Einladung von Bürgermeister Thomas Fiedler hatten die Dirt-Biker im Rathaus einige Skizzen der Anlage vorgelegt, die zeigten, wie die bestehende Line (Strecke) nach neuesten Gesichtspunkten verändert werden kann.

Die sportlichen Radler unterbreiteten dem Bürgermeister den Vorschlag, die Anlage ihren Vorstellungen entsprechend in Eigenarbeit zu variieren und später die einzelnen Sprünge durch regelmäßiges „shapen” (formen) zu pflegen.

Die Skizze der Dirt-Biker nahm Heinz-Jürgen Coenen vom Tiefbauamt der Stadt als Grundlage und fertigte in Anlehnung an die Zeichnung der sprungbegeisterten Jugend einen maßstabsgerechten Bauplan. So rückten in der vergangenen Woche die Jungs der Dirt-Bike-Anlage nicht nur mit Hacke, Spaten, Schaufel und Schubkarre, sondern auch mit offizieller Erlaubnis der Stadt der Anlage zu Leibe und trugen einige unbrauchbare Hügel ab.

Die Geräte und Werkzeuge stellte der Bauhof der Stadt den Jugendlichen zur Verfügung. „Auf jeder Seite bleiben am Ende noch zwei Sprünge stehen, gegenüber vier, die vorher zu dicht beieinander lagen”, erläutert Florian Krell. Zwischendurch legten die Biker immer mal wieder ein paar Probesprünge hin und prüften die Neugestaltung des Geländes auf Eignung. „Am Ende müssen wir noch überlegen, ob die Startrampe angepasst werden muss”, ergänzt der Gruppensprecher.

So waren es bei schönem Wetter auch schon mal über 30 Jugendliche, die Hügel abrissen und neu aufschütteten, Korrekturen und Messungen vornahmen. Unterstützung fanden die Jugendlichen an einem Tag durch eine Baufirma, die einen Bagger nebst Fahrer zur Verfügung stellte.

Nach einer Woche anstrengender Arbeit war eine Stärkung angesagt. „Als Anerkennung für das Engagement der Jugendlichen gibt es was zu Essen und zu Trinken”, kündigte Birgit Gerhards vom städtischen Jugendamt an und schleppte derweil Grillfleisch und Softdrinks an. „Was die hier geschafft haben, ist beachtlich”, sagt auch ihr Kollege Markus Kaumanns mit Blick auf die Anlage.

Die Belohnung kam bei den Jungs, die gerade an diesem Tag kräftig zugepackt hatten, gut an. Eine offizielle Übergabe der Neugestaltung der Dirt-Bike-Anlage ist für den Mai geplant, und dann können sich die Besucher auf Kunststücke und gewagte Sprünge der tollkühnen Jungs freuen.
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