Geilenkirchen - Gesunden Branchenmix in der Innenstadt verteidigen

Gesunden Branchenmix in der Innenstadt verteidigen

Von: g.s.
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Geilenkirchen. Bei der Neubesetzung des Vorsitzes im Aktionskreis (AK) Geilenkirchen soll Kontinuität im Einklang mit neuen Ideen einhergehen.

Rechtsanwältin Dr. jur. Rita Freches-Heinrichs wurde anlässlich der Mitgliederversammlung des Aktionskreises Donnerstagabend zur neuen Vorsitzenden gewählt.

„Sie wird nicht nur ein Hoffnungsträger, sondern auch ein Sympathieträger sein”, ist sich Vorgänger Rüdiger Strübig sicher. Er feierte am Montag seinen 66. Geburtstag, seit neun Jahren ist er Geschäftsführer der „organisierten Vereinigung der Geilenkirchener Geschäftswelt” und hatte - weil sich niemand für den Posten fand - in den vergangenen drei Jahren in Personalunion auch das Amt des Vorsitzenden inne. „Mein Mandat wurde auf den Mitgliederversammlungen jährlich verlängert. Hätte sich jemand aus Geilenkirchen gefunden, wäre ich längst nicht mehr im Amt”, blickt der Heinsberger zurück.

Rita Freches-Heinrichs ist eine „Entdeckung” von Rüdiger Strübig, wie er erklärt. Vor rund elf Monaten habe er die Anwältin „in meiner tolldreisten Art”, erinnert Rüdiger Strübig schmunzelnd, auf das Thema angesprochen. Zwischenzeitlich sei sie bei jeder Vorstandssitzung dabei gewesen und habe sich mit dem Aktionskreis vertraut gemacht. Die neue Vorsitzende sei eine Bereicherung für den Aktionskreis, sie bringe Schwung, neue Ideen und Sichtweisen mit ein.

Die Mutter zweier Kinder besuchte das St. Ursula-Gymnasium in Geilenkirchen und studierte nach dem Abitur in Köln. Rita Freches-Heinrichs wohnt in Geilenkirchen, ist Fachanwältin für Familienrecht, seit 2007 auch Mediatorin (Konfliktschlichterin bei Trennungen) und absolvierte einen Fachanwaltslehrgang für gewerblichen Rechtsschutz.

„Ohne Rüdiger Strübig als Geschäftsführer an meiner Seite hätte ich den Vorsitz sicher nicht übernommen”, sagt die neue Vorsitzende. Sie zollt ihrem Vorgänger ein dickes Lob: „Was er für den Aktionskreis getan hat, ist Wahnsinn. Ich glaube, ohne ihn gäbe es den AK heute nicht mehr.” In der Not habe er der Gemeinschaft aus einer misslichen Lage geholfen und neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer auch den Vorsitz übernommen.

Rüdiger Strübig hat mit 74 Mitgliedern angefangen, heute sind es 151. Unter seiner Regie fällt die Optimierung des Nikolausmarktes. Zudem hatte Rüdiger Strübig das Weinfest wie auch den Neujahrsempfang ins Leben gerufen.

Dr. Rita Freches-Heinrichs beschreibt ihre Ziele über drei Schwerpunkte. Zum einen die Stabilisierung des Mitgliederbestands auch über Werbung neuer Interessenten. Des weiteren will die Vorsitzende den Stadtmarketingprozess vorantreiben. „Wir müssen die Zusammenarbeit des Aktionskreises mit der Stadt intensivieren und gemeinsam das Image von Geilenkirchen verbessern”, sagt sie hierzu. Dies beinhalte auch, Geschäftsleute und Gewerbetreibende zur Optimierung des Branchenmixes zu gewinnen.

Der dritte Punkt ist ihr besonders wichtig: „Es muss eine Vereinheitlichung der Ladenöffnungszeiten in der Innenstadt angestrebt werden.” Wobei sie aber auch Verständnis für inhabergeführte Geschäfte zeigt, die aufgrund fehlender Mitarbeiter eine Mittagspause einlegen müssten.

Rüdiger Strübig glaubt, dass seine Nachfolgerin eine gute Ausgangsposition dafür besitzt, die verschiedenen Vorstellungen und Meinungen innerhalb des Geilenkirchener Einzelhandels auf einen Nenner zu bringen. Und Rita Freches-Heinrichs ist sich sicher, dass sie weiterhin auf die Unterstützung ihres Vorgängers und Geschäftsführers zählen kann.
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