„Geschirr klappert im Schrank”

Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. „Die Verkehrssituation ist bei uns so nicht mehr hinnehmbar.” Das sagten Scherpenseeler beim Bürgertreff der CDU im Grenzlandhof. Manchmal müssten sie zehn Minuten warten, um vom Wohnhaus mit dem Pkw in die Heerlener Straße einbiegen zu können. Außerdem klappere das Geschirr im Schrank vor allem frühmorgens, wenn Schwerlaster mit teils überhöhter Geschwindigkeit vorbeiführen.

Würde man nur die Flugplatzstraße um einen Kilometer verlängern, sei eine Verbindung zu Abdissenbosch geschaffen und damit eine Weiterfahrt über gut ausgebaute Fernstraßen des Nachbarlandes möglich. Aber seit vielen Jahren „tue sich einfach nichts”.

Wolfgang Jungnitsch, Bürgermeisterkandidat der Übach-Palenbeger CDU, kritisierte, dass es eine umfassende Verkehrsplanung in der Stadt nicht gebe. Seiner Meinung nach hätte man die Brücke Palenberg Richtung Schroiffweg planen müssen. Jetzt führe sie in die Poststraße, die wegen der Verkehrsinseln und einer Tempo-30-Zone als Durchgangsstraße ungeeignet sei.

Zweite Variante

Die geplante Landstraße Boscheln/Merksteiner Straße/ Scherpenseel (L 240) könne möglicherweise in Verbindung mit der Umgehungsstraße Scherpenseel (L42) zu einer Lösung der Verkehrsprobleme beitragen, betonte die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Silvia Gillen. Sie frage sich, warum die auch bei dieser Gesprächsrunde von älteren Scherpenseeler Bürgern erwähnte zweite Variante der L 240, deren Trasse früher nahe der niederländischen Grenze geplant gewesen sei, seit Jahren nicht mehr angesprochen werde.

Jungnitsch forderte bei der Entwicklung eines Verkehrskonzeptes die umfassende Einbindung aller betroffener Bürger. Jeder müsse Gelegenheit haben, seine Interessen detailliert erläutern zu können. Der Stadtrat sei gehalten, diese anschließend zu prüfen und angemessen zu werten. Für seine Entscheidung sei dann allerdings die Orientierung am Gemeinwohl aller Übach-Palenberger Pflicht.

„Weshalb wurden eigentlich im Höfweg unbewegliche Poller in den Boden gerammt, so dass eine Durchfahrt auch mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht mehr möglich ist?”, fragten Bürger. Silvia Gillen sowie CDU-Fraktionschef Gerd Gudduschat sagten zu, die Sachlage zu prüfen und sich vehement für eine sinnvolle Lösung einzusetzen.

Gerd Gudduschat wies danach darauf hin, dass die CDU-Fraktion ihren Kollegen Herbert Konrads massiv bei dem Wunsch, die im Volksmund Peterstraße genannte Stichstraße in Zweibrüggen mit einfachen Mitteln auszubauen, unterstützt habe. Dem Fraktionsantrag hätten im Stadtrat leider nicht alle Parteien zugestimmt, aber dennoch seien nun im Haushalt 20000 Euro eingestellt. Ein umfassenderer Ausbau des Weges sei nicht möglich, weil dann die wenigen Anwohner mit Sicherheit zu erheblichen Anliegerbeiträgen herangezogen worden wären.

Wertvolle Sammlung

Zur archäologischen Sammlung Riediger meinte Wolfgang Jungnitsch: „Ich kann es einfach nicht in Worte fassen, was für einen Schatz wir mit dieser Sammlung in unserer Heimatstadt haben! Was Richard Riediger dort gelagert hat, ist einfach nicht zu glauben. Die Sammlung hat bei Wissenschaftlern einen hohen Stellenwert. Andere Städte würden Riediger auf einem goldenen Tablett tragen, wir Übach-Palenberger sollten sein Lebenswerk endlich auch angemessen würdigen, damit zu unseren Wurzeln stehen.”

Erörtert wurden ferner der Einsatz der CDU für ein von der örtlichen Feuerwehr dringend benötigtes neues Gerätehaus und der Zustand des Verbindungsweges Am Erbbusch/Selfkantstraße.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert