Geschichtsunterricht auf zackigen Kostbarkeiten

Von: mabie
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Münzensammler Herbert Hager freute sich über das Interesse seiner Enkelsöhne Gero (l.) und Matthi, die ihn zum Besuch des Großtauschtages in Geilenkirchen überredet haben. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Deutlich vernehmbares Gemurmel klang am Sonntag wie Musik in den Ohren von Willi Grün. Der Vorsitzende des Philatelistenvereins Geilenkirchen freute sich mit seinen Mitstreitern nämlich über einen guten Besuch beim Großtauschtag.

Das Wetter beim internationalen Großtauschtag des Philatelistenvereins Geilenkirchen war aber auch wirklich ideal: Es stürmte, es war grau, es war kühl. Das passt natürlich zum Hobby, um sich im stillen Kämmerlein oder in der größeren Gruppe wie in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule ein Stück Geschichtsunterricht im Miniformat ins Album zu holen. „Briefmarkensammeln bildet schließlich“, davon ist der Vorsitzende des Philatelistenvereins Geilenkirchen, Willi Grün, fest überzeugt.

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern beschwert er sich auch nicht über zu wenig Zuspruch bei diesem aktuell wieder von mehr Menschen betriebenen Hobby. „So viele Aussteller hatten wir noch nie“, ist er stolz. Das bedeutet, dass 24 Tische von Ronny Hennings und seinem Team von der Briefmarken-AG der Gesamtschule bereitgestellt wurden. „Ich habe eigentlich zu wenige Tische“, sagt Hennings.

Die Menschen kommen nicht nur aus dem näheren Umkreis, sondern auch aus angrenzenden Regionen. „Mönchengladbach, Aachen, auch die Niederlande sind dabei“, so Grün, der seine Gäste natürlich ganz genau kennt.

Briefmarkensammeln ist auch im Zeitalter elektronischer Kommunikationsformen ein Hobby, das „in“ ist, wie nicht nur die im Verein engagierten Sammler wissen.

So wollte Herbert Hager an diesem Sonntag eigentlich gar nicht zum Tauschtag kommen. „Aber meine beiden Enkelsöhne Gero und Matthi haben mich dann doch überredet“, so der stolze Opa. Der zeigte zwar keine gezackten Schönheiten, dafür eine große Auswahl an Münzen. „Und ich freue mich natürlich über das Interesse der Enkel“, sagt er. Spaß am Hobby haben natürlich auch andere Sammler, und manche, die vielleicht von Opa oder Vater das Hobby „geerbt“ haben, füllen es mit Neuerwerbungen mit frischem Leben.

Etwas ins Hobby zu investierten, ist dabei für gestandene Briefmarkenfreunde wie Willi Grün und Ronny Hennings Ehrensache. „Manchmal wundert sich meine Frau darüber, dass so ein kleines, gezacktes Ding 20 Euro kosten kann“, sagt Grün. Das ist natürlich noch keine wirklich große Summe, aber für den wahren Sammler ist es ja meistens so, dass er an diesem Tag vor allem bei lange gesuchten Objekten gerne auch mal eine Marke mehr mitnimmt.

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