Gesamtschul-Kooperation: Klappt es mit dem Nachbarn?

Von: jpm/mabie/ssc
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Baesweiler/Übach-Palenberg. So viel steht jetzt fest: Aus dem in Baesweiler gehegten Plan, zum kommenden Schuljahr in der Goetheschule einen Teilstandort der Übach-Palenberger Willy-Brandt-Gesamtschule einzurichten, wird nichts. Frühestens soll das zum Schuljahr 2016/17 möglich sein.

So hat es Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch jetzt im dortigen Schulausschuss mitgeteilt. Vom Tisch ist das Thema damit aber nicht. Jungnitsch: „Wir diskutieren nach wie vor ergebnisoffen, und wenn ein einvernehmliches Ergebnis vorliegt, könnte dann der Startschuss fallen.“ Das bekräftigte am Mittwoch auf Nachfrage unserer Zeitung auch Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens. „In der vergangenen Woche hatten wir in der Sache noch gute Gespräche mit der Bezirksregierung.

Doch organisatorisch ist da noch einiges zu machen, das Zeit braucht.“ So sei es in Übach-Palenberg vonnöten, Lehrer, Schüler und auch Eltern zu überzeugen. Und auch die Politik muss noch ins Boot, was zumindest in Baesweiler bereits erkennbar der Fall sei. Linkens: „Der Rat in Baesweiler wird dem Plan wohl zustimmen.“ Weniger eindeutig sieht es allerdings in Übach-Palenberg aus.

Denn die Frage ist, ob die dortige Schullandschaft von den Plänen überhaupt profitieren würde. Gerhard Gudduschat, Vorsitzender der CDU-Fraktion, teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, diese Frage zur Stunde nicht beantworten zu können. Er und seine Fraktion stünden einer Kooperation zwar grundsätzlich „nicht ablehnend“ gegenüber. Eine Meinung könne man sich aber frühestens dann bilden, wenn die Schülerzahlen für das Schuljahr 2016/2017 vorliegen. Vorher sei auch nicht damit zu rechnen, dass der Rat eine Entscheidung trifft.

Noch skeptischer sieht das Oppositionsführer Heiner Weißborn. „Wir haben eine hervorragend funktionierende Gesamtschule“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Eine Dependance ist immer die schlechtere Lösung. Und für eine solche Dependance sehe ich überhaupt keinen Grund.“ Übach-Palenberg habe genügend Schüler, um die Gesamtschule zu sichern. Erleichtert zeigt sich Weißborn darüber, dass die Angelegenheit nun zumindest aufgeschoben worden ist. „Eine Entscheidung im Schweinsgalopp wäre sicher ganz falsch gewesen.“

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