Georg Schmitz wegen Facebook-Flaute beschimpft

Von: tp
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Geilenkirchen. Im Wahlkampf war seine Facebook-Seite eines der wichtigsten Instrumente des parteilosen Geilenkirchener Bürgermeisters Georg Schmitz. Seine 2628 Freunde (Stand Sonntagnachmittag), die er aktuell in dem sozialen Netzwerk hat, müssen sich nun auf deutlich abnehmenden Informationsfluss gefasst machen.

Es habe sich für ihn „alles verändert“, seit er das Amt des Bürgermeisters übernommen habe, schreibt Schmitz in einem Beitrag vom Samstagabend. „Der zeitliche Rahmen, dem ich nun verpflichtet bin, gibt mir nicht mehr die Möglichkeit, meine Facebook-Seite weiter zu pflegen“, kündigt Schmitz seinen Abschied von der Plattform an.

Und es scheint Menschen zu geben, die über das mangelnde Feedback des Bürgermeisters alles andere als glücklich sind – schließlich war die Bürgernähe eines der wichtigsten Wahlargumente des 65-Jährigen. Schmitz schreibt: „Darüber waren leider einige Menschen sehr verärgert und haben hier unqualifizierte Kommentare oder Beschimpfungen losgelassen. Diesem Klientel mangelt es sicherlich an intellektuellen Strukturen, so dass darauf von meiner Seite keine Reaktion erwartet werden darf. Gottseidank handelt es sich nur um wenige, einzelne Personen. Um private Angelegenheiten kann ich mich ohnehin nicht kümmern, das ist auch nicht Aufgabe eines Bürgermeisters.“

Schon während des Wahlkampfes hatte sich Schmitz für Anfeindungen aus Reihen seiner Facebook-Freunde gegen andere Kandidaten entschuldigen müssen – jetzt wurde er selbst zur Zielscheibe von Attacken.

In seinem Beitrag zieht Schmitz auch eine Art Zwischenbilanz. Er habe sich „im Rathaus eingelebt“ und ihm mache „die Arbeit zwischenzeitlich Spaß“ – wahre Begeisterung klingt anders. Er habe bereits „einige Kleinigkeiten“ erreicht: „So habe ich zuletzt mehr als ein Dutzend Flüchtlinge für gemeinnützige Arbeit im Bauhof aktivieren lassen. Warum sollten die Flüchtlinge im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten nicht auch mit anpacken?

Intensiv kümmere ich mich zusammen mit dem Rathaus-Team derzeit um ein Konzept zur Beseitigung des Leerstandes in Geilenkirchen.“ Es gebe viel zu tun, bereits in Kürze würden Vorschläge und Ergebnisse präsentiert. Für sein Posting erhielt Schmitz übrigens breite Zustimmung, es wurde rege geteilt und kommentiert.

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