Geocaching: Mit modernem Gerät hinter Murmeln her

Von: Silvia Szymanski
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Mit einem Gerät zur GPS-Navig
Mit einem Gerät zur GPS-Navigation sollen „Schätze” (Caches) gefunden werden. Das ist die Aufgabe beim Geocaching (Archivbild), das der Jugend-Förderverein Frelenberg veranstaltete. Foto: Imago/Gustavo Alabiso

Übach-Palenberg. Die richtig guten Spiele sterben nicht, sie brauchen nur ein neues Gewand. Was früher Schnitzeljagd hieß, heißt heute Geocaching. Und die meist jungen Leute, die sich vor der Begegnungsstätte in der Frelenberger Kantstraße versammelt haben, brennen darauf, loszuziehen und den „Schatz” zu suchen wie Generationen vor ihnen.

Der Förderverein für Jugend und Kinder hat eingeladen, und zahlreiche kleine Schatzsucher sind dem Ruf an diesem sonnigen Samstagmittag gefolgt. Nach einer kurzen, ungeduldig abgewarteten Unterweisung ziehen fünf Gruppen los, um die Schatzkisten zu suchen, die von den Veranstaltern an fünf geheimen Stellen in Frelenberg versteckt worden sind.

Geocaching ist ein Trend, der in den 2000er Jahren aus den USA zu uns kam. Man benötigt dazu kleine Navigationsgeräte, die ungefähr wie Handys aussehen und per GPS-System (Global Positioning System) mit Satelliten in Verbindung stehen. Die schlauen Geräte wurden den Frelenbergern vom „Verein offene Jugendarbeit” in Waldfeucht zur Verfügung gestellt.

Die Koordinaten der Fundorte haben die Veranstalter noch am Vorabend eingespeichert. Jede Gruppe bekommt solch ein Gerät; ein Pfeil auf dem Display zeigt die Richtung zu den Schatzkisten mit den Murmeln. „Richtung Biergarten”, scherzt einer der Väter hoffnungsvoll, doch das bleibt ein frommer Wunsch. Ein kleiner Junge hat sogar seinen Kompass mitgebracht, damit in der Richtung nichts schiefgehen kann.

Irgendwo im Gebüsch, in einem Umkreis von 19 Metern um den angezeigten Ort, muss es sein. Wird so ein Kästchen entdeckt, entnimmt man daraus - in diesem Fall - eine Murmel. Wer am Ende alle fünf zusammen hat, der kann sich im Quartier Kantstraße bereitliegende kleine Geschenke aussuchen. Der Erste hat die größte Auswahl, ansonsten gibt es keine Gewinner oder Verlierer.

Das Ganze kostet die Teilnehmer nichts, es ist aufregend, und man lernt manche Ecken seiner Heimat kennen, an denen man vielleicht noch gar nicht war. Die meisten der teilnehmenden Kinder sind aus Frelenberg, vier der Kinder sind aber sogar aus Stolberg und Monschau angereist.

Teil des Sommerprogramms

Die gelungene Aktion war Teil des Sommerprogramms des rührigen, seit 2005 bestehenden Frelenberger Fördervereins. 132 Mitglieder zählt er mittlerweile. „Ohne zahlreiche helfende Hände wären die vielen Aktivitäten auch gar nicht zu bewältigen”, sagt mit Dankbarkeit der Leiter der Aktionen, Arnd Hansen.

40 bis 50 Veranstaltungen pro Jahr gilt es zu organisieren. Im Durchschnitt nehmen 30 bis 50 Kinder teil, bei der vorigen Halloweenparty waren es sogar 80 Kinder, die sich eine übermütige Strohballenschlacht lieferten. Frelenberg bräuchte für solche und andere festliche Gelegenheiten dringend eine größere Halle.

Der leuchtend gelbe Flyer, der in allen Schulen verteilt wird, zeigt, wie und wo man in diesem Sommer Spaß haben kann. So gibt es zwei Planwagenfahrten durch die nähere Umgebung, Fahrten zum Gelsenkirchener und zum Duisburger Zoo, einen einwöchigen Zirkus-Workshop oder einer Übernachtung im Heuhotel für die Sechs- bis Zehnjährigen. Für die Jugendlichen findet am 30. September in der Turnhalle des Gymnasiums der „Hiphop-Cup” statt. Am 23. Juni um 11 Uhr ruft der Verein im Naherholungsgebiet Marienberg zum öffentlichen Benefizlauf zugunsten der einwöchigen Fahrt zum Feriencamp in den Schwarzwald auf. Für dieses Feriencamp sind noch Plätze frei.

Die Busfahrt nach Schweighausen im Schuttertal geht los am Montag, 16. Juli. Es wird Spannendes geboten wie Rafting, Bogenschießen, Felsklettern, Schwimmen im Schluchsee, Europapark Rust, Freiburg und Titisee, Grillabend und anderes mehr.

Auch für das Sommercamp 2013 stehen schon Termin und Ort fest: Vom 3. bis 10. August geht es nach Carolinensiel an die Nordsee.

Der Förderverein für Jugend und Kinder Frelenberg richtet als nächstes großes Event das 2. Benefiz Open-Air-Konzert gegen Kinder- und Jugendarmut aus. Es findet statt am Samstag, 16. Juni, ab 14 Uhr auf dem Sportplatz Teverener Straße mit folgenden Bands: „HansMs” aus Pforzheim, die Schülerband wurde 2011 auf Kika Live zur besten Stimme gewählt, „RurRock” aus Heinsberg-Oberbruch, die integrative Rockband der Rurtal Schule, „Lumaraa” aus Berlin, Deutsche Rapperin, „Otchok ft. Raziel” aus Frelenberg, Deutsch-Rap, „Abba Seven” aus Offenbach, Abba-Coverband.

Das Festival wendet sich an Jung und Alt. Zur Versorgung gibt es einen Grillstand und kühle Getränke. Weitere Informationen unter Tel. 02461/4823260, Tel. 02451/914900 und auf der Homepage des Fördervereins.

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