Gemeinschaftskonzert: Junge Künstler ernten Lobeshymnen

Von: Renate Kolodzey
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Das Orchester St. Ursula und Mitglieder der Big Band spielen gemeinsam „Peter und der Wolf“. Foto: Kolodzey

Geilenkirchen. Die Jüngsten waren zum ersten Mal auf der Bühne und machten den Auftakt beim Gemeinschaftskonzert der Streicher am Bischöflichen Gymnasium St. Ursula.

Mit dem fröhlichen „Pizzicadough“ (Robert S. Frost), bei dem alle Violinen die Melodie zupfen statt streichen, fungierte ihr Streicherprojekt, das in Kooperation mit der Musikschule Geilenkirchen umgesetzt wird, als prima Eisbrecher, was der ungestüme Applaus der zahlreich erschienen Besucher bezeugte.

Doch sie setzten noch eins drauf und präsentierten selbstbewusst „Tap Dancer“ (David und Kathy Blackwell), ehe sich zwei Solisten aus dem Junior-Orchester, Klassen 5/6, dazugesellten und das Publikum mit „Calypso“-Klängen (David und Kathy Blackwell) in sonnige Gefilde eintauchte.

Zufrieden mit den Schützlingen

Die musikalischen Leiterinnen Kassia Gasztecka und Miljana Mandaric von der Musikschule sowie Laura Schmidt, Deutsch- und Geschichtslehrerin am Gymnasium, waren höchst zufrieden mit ihren Schützlingen.

Und auch von Brigitte Reymer, Musik- und Pädagogik-Lehrerin, die zusammen mit Laura Schmidt für die Gesamtleitung des Konzerts verantwortlich war, gab es ein dickes Lob. An diesem Abend dirigierte Reymer alle Gruppen mit großem Einsatz und führte moderierend durch das Programm. Als Diplom-Chorleiterin betreut sie darüber hinaus seit 2001 den Vokalpraktischen Kurs an St. Ursula.

Nun kam Schulleiter Jürgen Pallaske nach vorne und hieß alle herzlich willkommen. Besonders freue er sich über die großen Fortschritte der jungen Teilnehmer sowie die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule, betonte er.

Jetzt eroberte das Junior-Orchester der Klassen 5 und 6 die Bühne, und die Zuhörer durften die jungen Musiker bei der schwungvoll gespielten „Ouvertüre zu Wilhelm Tell“ (Gioachino Rossini, Arrangement Volkhard Stahl), in die Schweiz begleiten.

Viel Applaus für alle Interpreten

International ging es weiter, denn das ruhige, konzentriert vorgetragene „Te Deum“ (Marc-Antoine Charpentier) ist allerorten bekannt als Eurovisions-Melodie. Begeistertes, lang anhaltendes Klatschen erfüllte auch hier die Aula, worüber sich im Folgenden alle Interpreten nach ihren jeweiligen Auftritten freuen durften.

Zusammen mit dem Junior-Orchester der Klassen 7, 8 und 9, kamen jetzt die lebhaften „Champions“ (David und Kathy Blackwell) an die Reihe, gefolgt vom quirligen „Irish Folk“ (Ingo Höricht), doch Tempo machte vor allem der „Intercity“ (Ingo Höricht), der, immer schneller werdend, durch den Saal preschte.

Was tun, ohne Triangel?

Gerade, als danach das Junior-Orchester (Klassen 7, 8, 9) gemeinsam mit Mitgliedern des Orchesters St. Ursula den 1. Satz der „Kindersinfonie“ (Leopold Mozart) intonieren wollte, stellte man fest: Oh Schreck, ein Spieler fehlt! „Die Mutter ist gerade losgegangen, ihn zu holen!“, rief jemand, und die Gäste konnten sich vor Lachen nicht mehr halten. Endlich kam der Junge angehetzt, unterstützt vom ermunternden Klatschen des Publikums – in der Hand seine Triangel, die er vergessen hatte.

Mit der gleichen Formation konnten die Zuhörer auch „Die Moldau“ (Bedrich Smetana, Arrangement Volkhard Stahl) ein Stück begleiten: von der geruhsam plätschernden Quelle bis zur fröhlichen Bauernhochzeit – bewegend interpretiert. Feierliche, gewaltige Klänge „mit Pauken und Trompeten“ waren hingegen bei der anspruchsvollen „Sinfonie Nr. 1, ‚Der Titan‘“ (Gustav Mahler, Arrangement Brigitte Reymer/Tobias Welsch) zu hören – eine Herausforderung, die das Orchester St. Ursula sowie Mitglieder der Big Band sicher meisterten, wobei für die Koordination der Bläser Barbara Nideggen zuständig war.

Nach der Pause untermalten an die Wand projizierte Schattenspielfiguren von Ursula Abidemi das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ (Sergej Prokofjew). Hier werden Menschen und Tiere durch Instrumente dargestellt, beispielsweise Peter durch die Geige.

Die Rahmenhandlung sprach Claudia Villis. Beeindruckend hauchten die einzelnen Soli ihren darzustellenden Figuren Leben ein, und auch das harmonische Zusammenspiel der gesamten Ensembles faszinierte.

Nach dem fulminanten Ende gab es für die Zuschauer dann auch kein Halten mehr – Bravorufe und ein nicht enden wollender Applaus umbrandeten alle jungen Tonkünstler des Abends als verdientes Dankeschön für ihre äußerst ansprechende Leistung.

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