Gemeinschaft und Fürsorge im Seniorenverein

Von: Markus Bienwald
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Blicken optimistisch ins Vereinsjahr: Die Vorstandsmitglieder des Seniorenvereins Boscheln unter Vorsitz von Josef Fröschen (rechts) zogen bei der jüngsten Mitgliederversammlung eine positive Bilanz. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Auf solide Mitgliedszahlen blickte der Vorstand des Seniorenvereins Boscheln bei seiner jüngsten Versammlung im „Maria-Müller-Haus“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Roermonder Straße in Boscheln.

„Austritte hatten wir nicht“, schrieb Vorsitzender Josef Fröschen in seinem Bericht, „und wenn wir rückblicken auf das vergangene Jahr, so war es ein Jahr, wie es nun einmal in einem Seniorenverein abläuft“, sagte er.

Was so lapidar klingt, wird von den Aktiven und Mitgliedern des Vereins aber immer wieder mit viel Leben gefüllt. Schließlich gibt es unter den aktuell 157 Mitgliedern auch einige, die nicht mehr in ihrem Heimatort Boscheln leben können, sondern in Altenheimen in der Stadt und der Umgebung. „Diese Mitglieder werden von uns natürlich weiter betreut und zu Vereins- und Altersjubiläen immer auch besucht“, umschreibt Fröschen die Arbeit des Vereins. Derzeit sind es neun Menschen, die so auch außerhalb des normalen Vereinslebens betreut werden, dazu kommen sechs Mitglieder, die 90 und mehr Jahre zählen und somit Ehrenmitglieder des Seniorenvereins sind.

Acht neue Mitglieder

Erfreulich für den Vorstand, der viel von seiner Freizeit in die ehrenamtliche Tätigkeit investiert, ist, dass auch Neuaufnahmen zu verzeichnen sind. „Acht neue Mitglieder sind 2016 dazugekommen“, berichtete Fröschen. Das Geheimnis dahinter sind die vielen Aktivitäten und Fahrten, zu denen der Verein regelmäßig einlädt. Dazu zählten unter anderem Halbtages-Infofahrten nach Aachen, Mönchengladbach und auch in der Heimatstadt.

„60 und mehr Teilnehmer kamen da schnell zusammen“, sagt der Vorsitzende, da ist der Bus mit maximal 62 Sitzplätzen flott ausgebucht. „Wir werden versuchen, diese Form der Fahrten beizubehalten“, sagte Fröschen zu. Dabei wird immer unter der Prämisse geplant, dass Fahrzeiten von zwei Stunden nicht überschritten werden. Schwieriger ist es allerdings, in diesem erreichbaren Umkreis auch anfahrbare Ziele zu finden, die noch nicht besucht wurden. „Hier setzen wir auf die Vorschläge der Mitglieder, wir beraten dann im Vorstand, was machbar ist“, schloss Fröschen dazu.

Ein zweiter Punkt bei den Fahrten sind die Kosten: Unter 30 Euro sei mit einem Programm, wie beispielsweise einer Schifffahrt, kaum etwas zu machen. „Reiseleiter, die wenig kosten oder kostenlos sind, sind selten“, so Fröschen weiter.

Fahrten finden gute Resonanz

Da die Fahrpreise immer zugunsten der Mitglieder sehr knapp kalkuliert werden, finden die Angebote der Boschelner Senioren aber immer gute Resonanz. Das macht sich auch positiv in der Außenwirkung und der Kassenlage bemerkbar, die Fröschen als „zufriedenstellend“ bezeichnete. Da die Ausgaben beispielsweise für Altersjubiläen und Krankenbesuche aber im letzten Jahr schon ein großer Posten in der Haushaltsführung des Vereins waren, und der Altersdurchschnitt immerhin 76 Jahre beträgt, ließ Fröschen offen, ob diese Ausgaben auch künftig noch geleistet werden können. „Im Großen und Ganzen gibt es aber keinen Grund, negativ in die Zukunft zu sehen“, schloss Fröschen, „im Gegenteil“.

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